Приветствие Посла России в ФРГ В.М.Гринина на презентации книги «Александр фон Гумбольдт и Россия. Поиск следов»

19 июня в Посольстве прошла презентация книги «Александр фон Гумбольдт и Россия. Поиск следов». С приветственным словом к гостям вечера обратился Посол России в ФРГ В.М.Гринин.

Sehr geehrter Herr Akademiepräsident Stock,

Sehr geehrter Herr Prof. Grötschel, designierte Akademiepräsident,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist mir eine große Freude, Sie in der Botschaft der Russischen Föderation begrüßen zu können. Heute haben wir einen besonderen Anlass für unser Treffen, der sowohl die Verflechtungen der jahrhundertelangen russisch-deutschen Beziehungen wiederspiegelt, als auch das hohe Niveau der Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern im wissenschaftlichen Bereich darstellt. Wir präsentieren heute das Buch „Alexander von Humboldt und Russland. Eine Spurensuche“.

Es ist unnötig, diesem Auditorium über den weltbekannten deutschen Wissenschaftler und Forschungsreisenden Alexander Freiherr von Humboldt viel zu erzählen. Ich würde mir betonen, dass er auch für uns, Russen, ein großer Deutsche war und bleibt, der mit einer unerschöpflichen Energie in mehreren Bereichen forschte und eine riesige wissenschaftliche Erbschaft hinterließ. Auch in unserer Wahrnehmung sind mehrere wichtige Entdeckungen in Geologie, Geografie, Bergbau, Meteorologie, Astronomie, Physik, Chemie, Physiologie, Zoologie, Archäologie, Ethnografie und Geschichte mit dem Namen Alexander von Humboldt verbunden. Seine Zeitgenossen nannten ihn absolut richtig und gerechtfertigt Aristoteles des 19. Jahrhunderts.

Nach meiner Auffassung, ist es logisch, dass so ein vielseitiger Forscher immer wieder das Interesse hatte, nach Russland zu reisen. Im Jahre 1829 bekam er endlich die Gelegenheit, diesem seinem Wunsch Folge zu leisten oder sogar seinen Traum zu realisieren. Viele prominente Europäer besuchten im 19. Jahrhundert Russland, aber so ein feierliches und ehrenwürdiges Treffen wie Humboldt genoss kaum jemand. Selbst der Zar Nikolay I. lud den berühmten Deutschen ein, eine Reise nach Osten „im Interesse der Wissenschaft und des Landes“ zu unternehmen. Humboldt selbst legte einen großen Wert auf diese Reise. Wie die russischen Quellen beteuern, soll er mehrmals gesagt haben, dass ohne Asien zu besuchen, es unmöglich sei, zu behaupten, dass du den Erdball kennst.

Ich denke, dass die wissenschaftliche Akribie von Alexander von Humboldt auf seinen Nachwuchs bis heute einwirkt die hohen, von ihm vorgegebenen Forschungsstandarts zu befolgen. Die Dicke des heute präsentierten Buches ist ein wesentlicher Beweis dazu. „Das Buch“ ist dabei, übrigens, ein falsches Wort, ein falscher Begriff.

Aus meiner Sicht, ist das ein richtiges Werk, ein Produkt der schöpferischen Arbeit, das Ergebnis einer langjährigen, umfangreichen und interessanten Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Assoziation der Absolventen und Freunde der Moskauer Lomonosow-Universität e.V., den deutschen und russischen Universitäten und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Im Laufe von mehreren Jahren gingen die Enthusiasten von beiden Ländern der Reiseroute von Humboldt nach, offensichtlich beflügelt von diesem Menschen, auch mit dem Zweck, die Humboldt-Erfahrungen aus dem 19. Jahrhundert mit der heutigen Situation zu vergleichen. Das Werk finde ich besonders interessant, weil dieses nicht nur eine Erzählung über die Humboldt-Reise ist, sondern auch eine Mischung aus historischen Tatsachen, Beschreibungen der heutigen Expeditionen sowie Eindrücken von den besuchten Regionen und Gesprächen mit Einheimischen darstellt.

Ich möchte meine Anerkennung den Initiatoren und Vollziehern dieses langjährigen deutsch-russischen Wissenschaftsprojektes aussprechen, das ein Stück unserer gemeinsamen Geschichte verewigt.

Ich mache das, vor allem, als derjenige, der mit der Diplomatie zu tun hat, die sich ihrerseits auf Friedenssicherung und demzufolge auf Schaffung und Entwicklung der Beziehungen zwischen Völkern und Staaten konzentrieren soll. Die Wahtung der Erinnerungskultur spielt dabei eine enorm große Rolle. Ich bedanke mich vom ganzen Herzen für Ihren Beitrag dazu. Für Ihre Darstellung dessen, was ein großer Deutscher für die deutsch-russische Völkerverständigung gemacht hat.

Ich bin all denen äußerst dankbar, die die heutige Veranstaltung initiiert und organisiert haben. Dankbar bin ich Ihnen vor allem für Ihre Wahrnehmung der deutsch-russischen Beziehungen, deren Bedeutung, ihre Sympatien, aber auch für ihren Mut und Enthusiasmus.
Denn die Atmosphäre und Substanz dieser Beziehungen sind heute sehr stark von einem miesen politischen Wetter beeinflusst. Und all diejenigen, die Projekte solcher Art wie dieses realisieren, vollbringen eine edle Tat, machen eine gute nützliche Sache – sie helfen, unsere bilateralen Beziehungen in dieser Krisensituation zu bewahren.

Ich wünsche uns allen einen interessanten Abend mit inhaltsreichen Vorträgen und der schönen russischen Musik, aber auch eine gemeinsame glückliche Zukunft. Ich lade auch ein, nach dem offiziell-wissenschaftlichen Teil bei einem Glas Wein informell weiter zu unterhalten.

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