Langfristige, für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft

Deutschland und Russland wissen die positive Entwicklung der deutsch-russischen Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie ihren Beitrag zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit der beiden Länder hochzuschätzen.

Teilnehmer der über 900 Hochschulpartnerschaften setzen Projekte auf dem Gebiet der angewandten- und Grundlagenforschung, gemeinsame Masterprogramme und andere wissenschaftliche- und Bildungsprogramme um. Von ihnen werden auch Vorlesungen und Seminare von Gastprofessoren, Winter- und Sommerschulen, Konferenzen und Seminare wie auch der Studentenaustausch organisiert.

Dank einer intensiven Tätigkeit der Teilnehmer solcher Projekte werden die langjährigen Traditionen einer fruchtbaren deutsch-russischen Zusammenarbeit weiterhin gestärkt und ausgebaut, unter anderem die Kooperation zwischen dem Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland, den deutschen und russischen Wissenschaftsstiftungen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Von 2018 bis 2020 wird unter der Schirmherrschaft der Außenminister Deutschlands und Russlands das Themenjahr der Hochschulpartnerschaften und Wissenschaft durchgeführt, um die Intensität und die Vielfalt dieser Zusammenarbeit stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und deren Dynamik dafür zu nutzen, um neue Partnerschaften zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland und Russland zu lancieren und dadurch gegenseitiges Vertrauen weiter wachsen zu lassen. Die Kooperation in Hochschulbildung, Wissenschaft und Forschung auf der Grundlage bestehender Vereinbarungen stellt eine unabdingbare, zentrale Komponente der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland dar.

Am 27. Juni 2019 haben Russland und Deutschland in Berlin einen offiziellen Startschuss für die Umsetzung der bilateralen „Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ gegeben. An der Veranstaltung nahmen der Erste stellvertretende Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation, Herr Grigorij Trubnikow, und der Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland, Herr Georg Schütte, teil.

Es wurden vier Schwerpunkte der Roadmap vorgestellt, die auf einen zehnjährigen Zeitraum ausgelegt ist: „Große Forschungsinfrastruktur“, „Prioritäten“, „Talentierter Nachwuchs“, „Innovationen, Wissenschaft und Gesellschaft“.

„Wir haben lange auf dieses Programmdokument hingearbeitet, welches die Zukunft des bilateralen Dialogs in Bildung, Wissenschaft und Technik für das kommende Jahrzehnt bestimmen wird. Dieses Dokument ist das Ergebnis einer harten Arbeit nicht nur zweier Ministerien, aber auch vor allem von Vertretern der Wissenschafts- und Bildungsgemeinschaften Russlands und Deutschlands. Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre aktive Teilnahme an diesem Prozess von Herzen bedanken“, sagte Grigorij Trubnikow in seiner Begrüßungsrede.

Außerdem hob er die erfolgreichen Erfahrungen bei der Umsetzung des Abkommens zwischen der Regierung der Russischen Föderation und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit vom 16. Juli 2009 hervor. „In dieser Zeit sind in politischer Hinsicht spürbare Veränderungen vor sich gegangen. Die russisch-deutschen wissenschaftlichen und technischen Beziehungen bleiben jedoch zuverlässige Brücken, die Russland und Deutschland verbinden. Ich bin zuversichtlich, dass die Roadmap diese Brücken erheblich festigen und sie zu regelrechten „Autobahnen“ erweitern wird, die Wissenschaftlern und Innovatoren, Doktoranden, Studenten und technischem Personal bei der gemeinsamen Suche nach Antworten auf die globalen Herausforderungen der Menschheit helfen werden“, sagte Trubnikow.

Gemäß den Bestimmungen der Roadmap wird deren Realisierung durch die Gemischte Deutsch-Russische Kommission für die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit koordiniert. Die jüngste Sitzung der Kommission fand am 28. Juni 2019 in Berlin ordnungsgemäß statt.