Russische Wirtschaft

Im Januar-Juni 2017 verzeichnete das BIP Russlands einen Anstieg und lag bei 1,5 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Den Einschätzungen des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung Russlands zufolge kann der BIP-Anstieg am Jahresende die Marke von 2% übersteigen.

Stabilisierung der makroökonomischen Lage und Senkung der Unbestimmtheit trugen im ersten Quartal 2017 zum Anstieg von Anlageinvestitionen um 2,3 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum bei. Die Investitionsaktivität erholte sich durch zugenommene Importe von Investitionsgütern und Stärkung des Rubels.

Seit Jahresbeginn 2017 ist das nachhaltige Wachstum der Produktionsaktivität in Russland zu verzeichnen. Eine positive Dynamik ist für den Abbau von Bodenschätzen kennzeichnend. Eine eindämmende Rolle spielte zugleich die Umsetzung der Vereinbarungen, denen Russland sich angeschlossen hat, Erdölfördermengen zu drosseln.

Positive Trends prägen ebenfalls eine Reihe von den Branchen des verarbeitenden Gewerbes, darunter Ernährungs-, Chemie- und Holzverarbeitungsindustrie sowie Maschinenbau, vor allem Landtechnikproduktion.

Die Stabilität auf dem Arbeitsmarkt und ein stabiles Wachstum der Arbeitslöhne im Realausdruck (im ersten Quartal 2017 lag die Steigerung bei 2,4% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum) kurbelten die Verbrauchernachfrage an.

Zugleich ist ein Rückgang des verfügbaren Realeinkommens zu verzeichnen. Im ersten Quartal 2017 sank es um 2,2% im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2016.

Das Handelsvolumen Russlands stieg im Zeitraum vom Januar bis Mai 2017 um 28,8 % an. Der Wert von Brennstoffen und Energieträgern nimmt zu, während Benzin-Exporte sinken.

Im Rahmen des Antikrisenplans wurden für die Wirtschaftsförderung 2017 107,5 Mrd. Rubel vorgesehen. Der Antikrisenplan beinhaltet 16 Punkte. Die Empfänger der Krisenfinanzierung sind Maschenbau, Automobilindustrie, Ernährungs- und Leichtindustrie. Für die Förderung der Automobilindustrie werden 62,3 Mrd. Rubel subventioniert. Darüber hinaus ist eine der größten Ausgabepositionen im Antikrisenplan die Kapitalerhöhung des Fonds für Industrieentwicklung, die sich auf 17,4 Mrd. Rubel beläuft. Die zentrale Aufgabe dieses Fonds ist es, Projekte zu finanzieren, die auf die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Produkten ausgerichtet sind.