Elektronische Visa für Besucher der Stadt Sankt Petersburg und des Leningrader Gebiets

In Übereinstimmung mit dem Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation vom 18. Juli 2019 Nr. 347 werden die Einreisebestimmungen in die Russische Föderation für ausländische Bürgerinnen und Bürger, die die Stadt Sankt Petersburg und das Leningrader Gebiet besuchen wollen, ab dem 1. Oktober 2019 geändert.

Nach Maßgabe der neuen Regelung dürfen Staatsangehörige folgender Länder ein elektronisches einmaliges Visum zu geschäftlichen, touristischen oder humanitären Zwecken über die eigens dafür eingerichtete Webseite des Russischen Außenministeriums http://electronic-visa.kdmid.ru beantragen: Andorra, Bahrain, Belgien, Bulgarien, China (darunter Taiwan), Dänemark, Deutschland, Estland, Phillippinnen, Finnland, Frankreich, Griechenland, Indien, Indonesien, der Iran, Irland, Island, Italien, Japan, Katar, Kroatien, Kuwait, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malaysia, Malta, Mexiko, Monako, die Niederlande, Nordkorea, Nordmazedonien, Norwegen, Oman, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Saudi Arabien, die Schweiz, Schweden, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, die Türkei, Ungarn, Vatikan und Zypern.

Der elektronische Antrag ist spätenstens 4 Kalendertage vor Reiseantritt auszufüllen und ein digitales Passbild als digitale Datei anzuheften. Die Gültigkeitsdauer eines elektronischen Visums beträgt 30 Tage ab Ausstellungsdatum, die Aufenthaltsdauer darf 8 Tage nicht überschreiten. Das elektronische Visum ist gebührenfrei.

Für den Besuch der Stadt Sankt Petersburg und des Leningrader Gebiets ausgestellte elektronische Visa gelten ausschließlich für die Einreise in die Russische Föderation und die Ausreise aus der Russischen Föderation auf dem Flug-, Wasser, Landweg und zu Fuß nur an den zugeordneten Grenzübergangsstellen:

– am  Flughafen «Sankt Petersburg/Pulkowo»;

– am  Seehäfen: «Vysotsk»; «der Große Hafen Sankt Petersburg (Seehafen)», «Passagierhafen Sankt Petersburg»;

– im  Straßenverkehr: «Iwangorod», «Torfjanowka», «Brusnichnoe», «Swetogorsk»;

– zu Fuß: «Iwangorod».

Im Schienenverkehr sind keine Grenzübergangsstellen zugelassen.

Ausländische Staatsangehörige, die elektronische Visa für die Stadt Sankt Petersburg und das Leningrader Gebiet besitzen, sind berechtigt, sich ausschließlich auf dem Territorium der Stadt Sankt Petersburg und des Leningrader Gebiets aufzuhalten und frei zu bewegen.

Beförderungsunternehmen können das Vorhandensein und die Gültigkeit elektronischer Visa auf der eigens dafür eingerichteten Webseite des Russischen Außenmunisteriums https://evisacheck.kdmid.ru prüfen. Das Merkblatt in russischer sowie englischer Sprache ist auch dieser Webseite zu entnehmen.

Ausländische Staatsbürger haften persönlich für die Richtigkeit der für die Erteilung des elektronischen Visums mitgeteilten personenbezogenen Daten. Die Schreibweise von Nachnamen, Vornamen und ggf. Zweitnamen muss mit der im Reisepass identisch sein. Wenn die mitgeteilten Angaben zu Staatsangehörigkeit, Nachnamen, Vornamen, Zweitnamen, Geburtsdatum, Geschlecht, Reisepassnummer auch zum Teil mit denen im Reisepass nicht übereinstimmen bzw. ein fremdes Lichbild hochgeladen ist, wird die Einreise in die Russische Föderation an der jeweiligen Grenzübergangsstelle verweigert und die ausgestellten elektronischen Visa werden annulliert. Ausgenommen sind Situationen, wenn alle Namen des Antragsstellers nicht in die entsprechende Zeile im elektronischen Visumantrag hinein passen.