77 Jahre seit Beginn der Nürnberger Prozesse

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Am 20. November 1945 startete in Nürnberg ein Gerichtsverfahren, der in die Geschichte als „das Gericht der Völker“, dass über die Hauptkriegsverbrecher aus den Reihen der Nazis abgehalten wurde.

Als rechtliche Grundlage für den Internationalen Militärgerichtshof dienten die Moskauer Erklärung über deutsche Gräueltaten im besetzten Europa vom 30. Oktober 1943 und das Abkommen zwischen der Regierung des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland, der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, der Provisorischen Regierung der Französischen Republik und der Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken über die Verfolgung und Bestrafung der Hauptkriegsverbrecher der Europäischen Achse vom 8. August 1945.

24 Personen wurden gemäß den Grundsätzen des Nürnberger Militärgerichtshofs der Planung, Vorbereitung, Entfesselung und Führung eines aggressiven Krieges angeklagt. Darunter Verschwörung gegen den Frieden, Mord und Folter von Kriegsgefangenen, der Zivilbevölkerung in besetzten Gebieten, Raub und ziellose Verwüstung von Dörfern und Städten ohne militärische Notwendigkeit, unmenschliche Handlungen gegen die Zivilbevölkerung – Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Es ist prinzipiell wichtig, dass die historische Aufgabe der Prozesse der Justizvollzug gegen Hauptinitiatoren und Schuldtragenden von faschistischen Gräueltaten war. In keiner Weise waren sie als Rache an dem deutschen Volk gedacht, das in gewisser Hinsicht selbst eine Geisel der Politik von Adolf Hitler war.

Die Ergebnisse der Nürnberger Prozesse sind allgemein bekannt. Für unzählige Kriegsverbrechen und schwerwiegende Gräueltaten wurden die Naziführer zum Tode, lebenslanger oder langer Haft verurteilt.

Die Prozesse haben eine immerwährende historische Bedeutung: vor der ganzen Welt wurden grausame Verbrechen des deutschen Faschismus und Militarismus enthüllt sowie die Gefahr seiner Wiederbelebung in jeglicher Gestalt zur Schau gestellt.

Die Regierungen der allermeisten Staaten, die den Militärgerichtshof schufen und geschlossen als Ankläger und Richter auftraten, haben heute vergessen bzw. ignorieren mit Absicht diese für Europa und die Welt teure historische Lektion. Immer öfter wird versucht, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umzuschreiben, den Aggressor und Befreier, das Opfer und den Henker in Verantwortung gleichzustellen sowie Kriegsverbrecher als Helden darzustellen. Solchen Versuchungen muss entschlossen entgegengewirkt werden. Es ist unzulässig, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umzuschreiben, deren Ergebnisse zu revidieren, Nazis, deren Helfershelfer und ihre Gräueltaten zu rechtfertigen.

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