Stellungnahme der Russischen Botschaft

Im Gespräch mit der dpa hat der Geschäftsführer des Hamburger Landesverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Christian Lübcke, mitgeteilt, man wolle künftig bei Umbettungen auf sowjetischen Gedenkstätten Kriegstote der UdSSR nach Nationalität «differenzieren». Diesen «Ansatz» halten wir für befremdlich und empörend.

Die Russische Föderation setzt sich konsequent gegen Versuche ein,  Geschichtsrevisionismus zu betreiben, die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg zu zersplittern, den gemeinsamen Beitrag des sowjetischen Volkes zum Großen Sieg über den Nazismus zu nationalisieren und sowjetische Opfer von Hitler-Verbrechen nach Nationalität zu unterscheiden. In den Reihen der Roten Armee kämpften Vertreter von über hundert Nationalitäten und Völkerschaften Seite an Seite. Wie will man sie nun «differenzieren»? Zudem sei darauf hingewiesen, dass ein Geburts- bzw. Wohnort, z. B. auf dem Gebiet der Ukrainischen SSR, nichts und wieder nichts über die angeborene Zugehörigkeit zur ukrainischen Nationalität aussagt. Wie alle anderen Republiken der ehemaligen UdSSR war auch die Ukraine multinational.

Das «Unsterbliche Regiment» als eine «nationalistische» und «geschichtsrevisionistische» Bewegung zu bezeichnen, ist aus unserer Sicht inakzeptabel.

Das «Unsterbliche Regiment» ist eine Volksinitiative und humanitäre Aktion, die Menschen  veschiedener Nationalitäten zum Gedenken an ihre Angehörigen zusammenbringt, die im Großen Vaterländischen Krieg starben.

Entschieden verurteilen wir diese plumpen Versuche,  die Kriegsgräberfürsorge unter dem Einfluss der aktuellen politischen Konjunktur zu politisieren.

Es bleibt zu hoffen, dass es sich dabei um nichts anderes als eine rein persönliche Meinung des Interviewten handelt.

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