Aus der Sitzung der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats der Russischen Föderation

Wladimir Putin: Sehr geehrte Kollegen, guten Tag!

Wie Sie wissen, hat der Vorsitzende des Ermittlungskomitees Russlands Alexander Bastrykin mir gestern über die ersten Erkenntnisse berichtet, die im Laufe der Untersuchung des Sabotageaktes gegen die Krim-Brücke gewonnen werden konnten.

Die Ergebnisse des kriminologischen Gutachtens und weiterer Untersuchungen sowie operative Erkenntnisse weisen darauf hin, dass es sich bei der Explosion am 8. Oktober um einen Terroranschlag handelt, der gegen die kritische zivile Infrastruktur Russlands gerichtet war.

Zudem ist es offensichtlich, dass es die ukrainischen Geheimdienste sind, die diesen terroristischen Anschlag in Auftrag gegeben, organisiert und ausgeführt haben. Das Regime in Kiew greift schon längst auf terroristische Methoden zurück. Hierbei geht es um Morde an Personen des öffentlichen Lebens, Journalisten, Wissenschaftlern und das sowohl in der Ukraine als auch in Russland, um terroristische Angriffe auf die Städte von Donbass, die mittlerweile seit über acht Jahren andauern, sowie um nukleare Terrorakte, bei denen Raketen und Artillerie gegen das AKW Saporoschje zum Einsatz kommen.

Doch nicht nur das. Darüber hinaus haben die ukrainischen Geheimdienste bereits drei Terroranschläge auf das AKW Kursk in Russland verübt, indem sie Hochspannungsleitungen des Atomkraftwerkes in die Luft sprengten. Infolge des dritten Anschlags dieser Art wurden gleich drei dieser Leitungen beschädigt. Den dadurch entstandenen Schaden konnte man kurzfristig beheben. Ernsthafte Konsequenzen jedweder Art konnten vermieden werden.

Es gab jedoch einige weitere Terroranschläge und versuchte Verbrechen gegen die Energie- und Gasleitungsinfrastruktur unseres Landes, einschließlich des Versuchs, einen der Abschnitte der „Turk Stream“-Pipeline zu sprengen.

All das ist mit objektiven Erkenntnissen und insbesondere mit den Aussagen der festgenommenen Täter erwiesen worden.

Bekanntlich werden unsere Vertreter zur Untersuchung der Ursachen von Explosionen und Vernichtung der internationalen auf dem Ostseeboden verlaufenden Gasleitungen nicht zugelassen. Wir alle aber kennen den finalen Profiteuer dieses Verbrechens.

Durch seine Handlungen stellte sich das Kiewer Regime de facto auf eine Stufe mit den internationalen Terroreinheiten, ja mit den ominösesten Terrorgruppen. Es ist schlichtweg unmöglich, derartige Verbrechen ohne Reaktion zu lassen.

Auf Vorschlag des Verteidigungsministeriums und nach Plan des Generalstabes Russlands wurden heute morgen gegen Anlagen der Energiewirtschaft, der militärischen Kommandoführung und Kommunikation in der Ukraine massiv luft-, see- und bodengestützte Langstrecken-Hochpräzisionswaffen eingesetzt.

Sollte man weiter versuchen, auf unserem Gebiet Terrorakte stattfinden zu lassen, werden Russlands Gegenmaßnahmen hart und von ihrem Ausmaß her dem Grad der für Russland geschaffenen Bedrohungen angemessen sein. Niemand muss daran zweifeln.

Ich bitte den Verteidigungsminister, über die Ergebnisse der Arbeit zu berichten.

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