Der Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Sergej Netschajew zur humanitären Lage in der Ukraine

In einigen ukrainischen Regionen nimmt die humanitäre Lage verheerenden Charakter an. Ukrainische Neonazis halten über 4,5 Mio Zivilisten und etwa 7 Tausend Ausländer aus 25 Staaten in Geiselhaft. Man benutzt Menschen als Schutzschild und lässt sie über täglich geöffnete humanitäre Korridore nicht fliehen. Jeden Tag werden bis zu 235 Staatsbürger von Radikalen ermordet. Der eschreckende Beschuss der dicht besiedelten Stadtgebiete von Donezk und Makejewka mit dem taktischen «Totschka U»-Raketenkomplex forderte Dutzende Opfer, auch die von Kindern.

Fast jeden Tag wendet sich die Russische Föderation an die Regierung in Kiew, die UNO, die OSZE, das IKRK und andere internationale Organisationen mit Initiativen zur Durchführung humanitärer Operationen. Am 20. März schlugen wir vor, eine Evakuierung aus Mariupol zu organisieren, wo die humanitäre Lage am schwersten ist. Kiew lehnte die Zusammenarbeit ab. Trotzdem gelang es Russland, unilateral ungefähr 70 Tausend Menschen aus der Stadt zu evakuieren. Die Geretteten sprechen von massenhaften Gräueltaten und Verbrechen durch Bataillone der territorialen Verteidigung sowie von  Erniedrigung von älteren Menschen, Frauen und Kindern.

Am 22. März wurden Fluchtkorridore für Kiew, Tschernihiw, Sumy und Charkiw geöffnet, jeweils einer nach Russland und einer in westliche Regionen der Ukraine. Die Korridore nach Russland wurden von der ukrainischen Seite nicht genehmigt. Ohne Kiews Teilnahme evakuierten wir insgesamt über 366 Tausend Menschen. Seit dem 2. März wird täglich humanitäre Hilfe in die befreiten Gebiete geliefert. Die russische Seite gibt humanitären Fragen den Vorrang, unter anderem bei den laufenden russisch-ukrainischen Verhandlungen. Ihre nächste Runde findet zur Zeit in der Türkei statt.

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