Über Fälle der Diskriminierung und Verfolgung der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland: Teil 4

Am 2. März 2022 erstellte die russische Botschaft in Deutschland eine Feedback-Email-Adresse sos@russische-botschaft.de. Via diese Email können Landsleute Informationen über Fälle von Mobbing, Belästigung, Drohungen, Angriffen oder physischer Gewalt senden. Anbei sind einige Beispiele der Nachrichten, darunter (die Namen der Opfer werden aus Sicherheitsgründen nicht genannt):

  1. Artur L. und andere Mitarbeiter des deutschen Rüstungsunternehmens „Heckler & Koch“ in Oberndorf mit russischer Herkunft oder „russischklingender“ Nachnamen (unter anderem aus postsowjetischen Ländern) wurden von der Arbeit am Schießstand versetzt, wo die Qualität der fertigen Waffen mittels Beschießung geprüft wird;
  2. Vera H. wurde aus der Firma „Open Mainded AG“ in Berlin entlassen, weil sie folgende Nachricht im Status eines persönlichen WhatsApp-Messengers veröffentlichte: „Die Denkmäler für S.Bandera in der Ukraine sind Denkmäler für Getreuen Hitlers, der Tausende von Juden, Polen und Russen getötet hat“;
  3. In einer russischen Sprachschule in Berlin, wo die Kinder von Olga B. studieren,  wurden die Festlichkeiten anlässlich des russischen Frühlingsfestes „Maslenitza“ „wegen des Krieges“ abgesagt. In der 3. Klasse eines Berliner Gymnasiums fielen 2 Unterrichten aus, um das Spiel „Krieg gegen Russland“ zu spielen;
  4. In Unterrichten der zweiten Klasse des deutschen Gymnasiums in Ingolstadt, wo das Kind von Eugenij V. studiert, wird eine russophobe Darlegung des Konflikts in der Ukraine geschildert. Die Kinder werden aufgerufen, kein russisches Fernsehen zu schauen, weil man dort „lügt“. Russische Schüller werden aus Gründen der nationalen Herkunft gehetzt;
  5. Alexander N. in Ostfildern wurde von einem Nachbarn als Mörder geschimpft.

Wir halten jegliche Manifestationen von Diskriminierung und Verletzungen der Rechte unserer Bürger und der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland für inakzeptabel.

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