Über Fälle der Diskriminierung und Verfolgung der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland: Teil 3

Am 2. März 2022 erstellte die russische Botschaft in Deutschland eine Feedback-Email-Adresse sos@russische-botschaft.de. Via diese Email können Landsleute Informationen über Fälle von Mobbing, Belästigung, Drohungen, Angriffen oder physischer Gewalt senden. Anbei sind einige Beispiele der Nachrichten, darunter (die Namen der Opfer werden aus Sicherheitsgründen nicht genannt):

  1. Da Kontosperrungen für die russischen Staatsbürger in Deutschland in Frage kommen, forderten Deutsche Bank, Frankfurter Sparkasse und Postbank Hamburg von ihren Kunden mit der russischen Staatsbürgerschaft, eine gültige Aufenthaltserlaubnis für Deutschland oder ein anderes EU-Mitgliedstaat vorzulegen.
  2. Die Iatros-Klinik in München teilte in einem offiziellen Rundbrief mit, dass die Behandlung russischer und belarussischer Staatsbürger wegen der „Invasion in die Ukraine“ eingestellt wird.
  3. Wjatscheslaw B. erhielt Nachrichten von einem deutschsprachigen Bekannten, in denen er allen Russen den Tod wünscht und Wjatscheslaw und seinem Kind mit Gewalt droht.
  4. Ein Arbeitgeber in Hamburg teilte seiner Mitarbeiterin Tatjana G. mit, dass sie mit schlimmen Folgen rechnen müsse, wenn sie Telefongespräche mit ihren Familienmitgliedern weiterhin auf Russisch führe und versuche, ihre Unterstützung für Russland zum Ausdruck zu bringen.
  5. Eine Sozialarbeiterin verweigerte, dem deutschen Ehemann von Lilia P. aus Velbert die Betreuung, weil sie Sympathisanten des russischen Präsidenten sein sollen.
  6. In Stralsund forderte ein Deutscher von Natalia L., ihren Facebook-Post über die Eröffnung eines russischen Ladens zu löschen. Er überschüttete Natalia mit groben Beschimpfungen über russische Lebensmittel und Unternehmen.
  7. Antonina G. aus Rosenheim teilte mit, dass an öffentlichen Plätzen der Stadt Handzettel mit dem Aufruf an die Russen angebracht wurden, Ukrainer/Europäer zu werden oder Deutschland sofort zu verlassen.
  8. Russischsprachige Familien in Potsdam, Bremen, Ahrensberg, Stuttgart, Gelsenkirchen, Baden-Baden, Wuppertal, Darmstadt, Braunschweig, Osnabrück, Hamburg, München, Ostfildern, Berlin werden von ihren deutschen und ukrainischen Nachbarn gehetzt und bedroht.
  9. Russischsprachige Kinder in Berlin, Erfurt, Philippsburg, Geisenfeld, Backnang, Eschweiler, Bad Bergzabern, Schlangen werden aufgrund ihrer Nationalität diskriminiert, beleidigt, öffentlich gedemütigt und haben Angst, zur Schule zu gehen.

Wir halten jegliche Manifestationen von Diskriminierung und Verletzungen der Rechte unserer Bürger und der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland für inakzeptabel.

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