Die ständige Kommission des russischen Menschenrechtsrates für internationale Zusammenarbeit im Bereich der Menschenrechte äußert sich zur rapiden Verstärkung der Russophobie in den EU-Ländern

Wir, Mitglieder des Rates für Menschenrechte und Entwicklung der Zivilgesellschaft beim Präsidenten der Russischen Föderation, verfolgen mit Sorge die Vorgänge mit unseren Landsleuten und Bürgern im Ausland. Es ist leider nicht nur die antirussische Rhetorik, die an Fahrt gewinnt, sondern es nehmen auch direkte Akte der Demütigung und Gewalt zu, denen russische Staatsbürger und die russischsprachige Bevölkerung in den Ländern der Europäischen Union und darüber hinaus allein dafür ausgesetzt werden, dass sie Russen bzw. russische Bürger sind. Hier einige Vorfälle, die uns bekannt geworden sind:

In einer der Berliner Schulen hängte ein Lehrer Bilder der russischen SchülerInnen an einer Art Schmähbrett nur deshalb auf, weil sie Russen sind. Der Lehrer selbst hasst den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Wladimirowitsch Putin. Ob dieses Verhalten dem Status eines Pädagogen Rechnung trägt, ist eine rhetorische Frage.

In einer der Schulen in Manchester (Großbritannien) unterzog man einen Grundschüler einem Verhör über Putin und seine Maßnahmen in der Ukraine. Muss man an dieser Stelle noch erwähnen, dass dieses Kind russisch war? Sind denn britische Lehrkräfte sicher, dass Wladimir Putin seine Maßnahmen mit diesem kleinen Kind abgestimmt hat? Kann man bei diesen Menschen von richtigen Pädagogen sprechen?

In den sozialen Netzwerken lesen wir Berichte realer Menschen – russischer Studierender, die der Vorlesungen in Prag verwiesen werden. Ja, allein dafür, dass sie russische BürgerInnen sind. In Polen wurden die Fensterscheiben im Gebäude der russischen Botschaft eingeschlagen. In Litauen verprügelten die Demonstranten einen russischen Diplomaten direkt an der Botschaft der Russischen Föderation. In Washington griffen Unbekannte das russische Restaurant Russia House an und rissen die an der Hauswand befestigte russische Fahne  nieder.

Niemand entschuldigte sich für die Gewalt und Demütigung bei unseren Landsleuten. Offenbar will das auch niemand tun. Im Gegenteil, es erscheint, dass eine Vielzahl von BürgerInnen der „progressiven Gemeinschaft“ bereit sind,  gegen Russen nur deshalb zu hetzen, weil sie Staatsbürger der Russischen Föderation sind. Die Hetze betreibt, wer viel und unermüdlich vom Menschenrechtsschutz spricht. Wir wünschen uns eine Antwort von unseren KollegInnen aus den europäischen Menschenrechtsorganisationen: «Inwiefern vereinbart sich die direkte Hetze und Diskriminierung aufgrund der Nationalität mit den Menschenrechten?».

Wir schlagen allen vor, die sich für zivilisierte Europäer halten, sich auf die Toleranz, auf wirkliche Menschenrechte, auf die humanitären Normen und Grundsätze besinnen, die mit beneidenswerter Beharrlichkeit von denen erklärt werden. Wir wollen Europa daran erinnern, welche Katastrophe diese Keime der Fremdenfeindlichkeit auslösen können, wenn man sie nicht rechtzeitig einordnet – ähnliche Entwicklungen durchlebte Europa bereits im vergangenen Jahrhundert. Wir appellieren an die europäischen Menschenrechtler: Wenn ihr bereits seid, euren Status durch reale Taten zu bekräftigen, reagiert unverzüglich auf die eklatante Hetze gegen unsere MitbürgerInnen, Landsleute und insbesondere Kinder!

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