Zur Einbestellung des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Moskau Dr. Géza Andreas von Geyr

Am 9. September d.J. wurde der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation Dr. Géza Andreas von Geyr ins Außenministerium einbestellt.

Beim Botschafter wurde ein entschiedener Protest eingelegt, dass von der Bundesregierung haltlose Vorwürfe und Ultimaten gegen Russland wegen Erkrankung und Krankenhausaufnahme des russischen Staatsbürgers Alexey Nawalny vorgetragen werden und diese Situation als offenkundiger Vorwand zur Diskreditierung unseres Landes auf internationalem Parkett missbraucht wird.

Es wurde erneut gefordert, vor dem Hintergrund dieser Hysterie unverzüglich eine sachliche und ausführliche Antwort der deutschen Seite auf das offizielle Rechtshilfeersuchen der russischen Generalstaatsanwaltschaft vom 27. August 2020 zu übermitteln, die alle medizinischen Erkenntnisse, einschließlich biologischer Proben, Befunde und Testproben, zu enthalten hat, damit diese von Fachleuten umfassend untersucht und geprüft werden können.

Der Botschafter wurde darauf verwiesen, dass das Ausbleiben der oben erwähnten Materialien als Weigerung der Bundesregierung gewertet werden wird, zur Wahrheitsfindung im Rahmen einer objektiven Aufklärung beizutragen, und ihre bisherigen und künftigen Maßnahmen im Fall Nawalny als eine grobe feindselige Provokation gegen Russland, die Konsequenzen für das russisch-deutsche Verhältnis und eine gravierende Beeinträchtigung der internationalen Situation herbeiführen kann.

Die ganze Verantwortung für die Folgen dieser Politik wird somit bei der Bundesregierung und ihren Nato- und EU-Verbündeten liegen.