Gedenkzeremonie mit Kranzniederlegung in Gedenkstätte Sachsenhausen vom 24. April d.J.

Am 24. April d.J. hat die Gedenkzeremonie mit einer Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Sachsenhausen (Bundesland Brandenburg) stattgefunden, an der der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Axel Drecoll, der Verteidigungsattaché sowie die Mitarbeiter der russischen diplomatischen Mission teilgenommen haben. Wegen der Coronavirus-Epidemie wurde die Kranzniederlegung eingeschränkt öffentlich durchgeführt. Die Teilnehmer gedachten der sowjetischen Kriegsgefangenen, die unter Qualen von Hitler-Henkern ermordet worden waren.

Vor 75 Jahren, am 22. April 1945, befreite die Vorhut der 1. Weißrussischen Front, die nach Kämpfen in Oranienburg einmarschiert war, ungefähr dreitausend Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Das 1936 errichtete KZ verkörperte die Nazi-Ideologie von Unterdrückung, Einschüchterung und Terror. Etwa 200 tausend Menschen, Bürger von Dutzenden europäischen Ländern, waren Insassen des Lagers. Jeder vierte kam ums Leben: Durch Hinrichtungen, Foltern oder Erschöpfung. 1944 waren mehr als 90 Prozent aller Häftlinge sowjetische und polnische Bürger.

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