Stellungnahme der russischen Botschaft in Deutschland

Der Botschafter der Ukraine in Deutschland Dr. Andrij Melnyk hat in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22.Februar 2020 wieder das Thema des Massenhungers zu Beginn der 1930er Jahre in der UdSSR bemüht. Ohne zu versuchen, wirkliche Ursachen der damaligen Entwicklungen zu klären, ohne historische Belege und Dokumente hinzuzuziehen, „zerfetzt“ der hochrangige Diplomat unsere gemeinsame Geschichte, indem Bürger des in der Vergangenheit einen Landes (der Sowjetunion) und Opfer eines gemeinsamen Unheils nach nationaler Zugehörigkeit „aussortiert“ und kategorisiert werden. Die Einen (Ukrainer) werden als Opfer des „Genozids“ dargestellt. Die Anderen (z.B. Kasachen) ist er bereit, als Opfer von Stalins Vernichtungspolitik gegenüber ethnischen Gruppen einzustufen, die nach Unabhängigkeit strebten. Die Übrigen (einschließlich von 2,5 Millionen Menschen, die im russischen Teil der UdSSR des Hungertodes starben) lässt er außen vor. Diese Opfer passen ins ukrainische Konzept von „Holodomor-Genozid“ nicht hinein. Sie müssen sich auf der anderen Seite der Geschichte einfinden. Den gleichen Ansatz verlangt der Botschafter der Ukraine auch von der internationalen Gemeinschaft. Es ist traurig, wenn das Gewissen der politischen Zweckmäßigkeit komplett weichen muss.

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