XIII. Internationaler Peter der Große-Kongress. Russland und Deutschland in der petrinischen Epoche: Historische und kulturelle Beziehungen

24.-25. Oktober 2019 wird in Berlin der XIII. Internationale Peter der Große-Kongress unter dem Titel „Russland und Deutschland in der petrinischen Epoche: Historische und kulturelle Beziehungen„ veranstaltet.

Feierliche Eröffnung des Kongresses findet am 24. Oktober 2019 um 11.00 Uhr im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur (Friedrichstrasse 176-179, 10117, Berlin) statt.

Presseansatz vor der Eröffnungsfeier findet um 10.45 Uhr im Foyer des RHWK unter Beteiligung der Staatsekretärin – Stellvertretenden Kulturministerin der Russischen Föderation, Frau Alla Manilowa und anderer Ehrengäste statt.

Im Rahmen der Plenar- und sektionssitzungen werden prominente Geschichtsforscher und Kulturexperten aus Sankt Petersburg, Moskau, Kaliningrad, Berlin, Dresden, Mainz, Mailand, München, Aachen, Antwerpen, Barcelona, Warschau, Wien, Groningen, Paris ihre Vorträge präsentieren.

Im Rahmen des Kongressprogramms wird auch die Photoausstellung „Auf den Spuren Peter des Großen“ eröffnet. Es werden auch zahlreiche Peter dem Großen und seiner Zeit gewidmete Publikationen präsentiert.

Der Peter der Große-Kongress findet im Rahmen des internationalen Kulturfestivals “Russische Saisons – 2019” unter der Schirmherrschaft des russischen Kulturministeriums, der russischen Botschaft in Deutschland und des Kulturausschusses der Regierung von Sankt Petersburg statt. Die Veranstalter sind die Staatliche Eremitage, das Peter der Große-Institut sowie die Dmitrij Lichatschow-Stiftung.

Internationale Peter der Große-Kongresse werden seit 2008 jährlich in Sant-Petersburg veranstaltet. Im Jahre 2017 fand der Peter der Große-Kongress zum ersten Mal ausserhalb von Russland, nämlich in Paris statt. Der Kongress in Berlin soll diese Tradition weiter entwickeln.

Zu den petrinischen Zeiten bestand Deutschland aus zahlreichen Fürstentümern. Peter I. hat diese Länder mehrmals besucht – während der Großen Gesandtschaft, des Nordischen Kriegs (1711-1713) und seiner zweiten Reise nach Europa (1716-1717).

Peter I. hat die Tradition der engen russisch-deutschen dynastischen Bindungen ins Leben gerufen, die im Laufe von zwei Jahrhunderten hochgehalten wurde. Zu der petrinischen Zeit war Deutsch die vorherrschende Fremdsprache in Russland. In Deutschland wurden Bücher, Instrumente, Waffen und Kunstgegenstände für Russland angekauft. Als diplomatische Geschenke erhielt Peter I. den Gottorfer Riesenglobus und das Bernsteinzimmer.

In Deutschland traf Peter I. mit Leibniz zusammen, und lud mehrere Gelehrte nach Russland ein. Deutsche Baumeister und Ingenieure haben einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau von Sankt Petersburg geleistet. Tausende Deutsche kamen nach Russland – Kaufleute und Handwerker, Architekten und Baukünstler, Gelehrte und Militärs. In Moskau, Archangelsk und Sankt Petersburg wurden deutsche Siedlungen gegründet.

Zu Ehren Peters des Großen wurden in einigen deutschen Städten Denkmäler errichtet und Gedenktafeln angebracht. Es sind auch zahlreiche Stätten erhalten geblieben, die er besucht hat. 

Auf dem Kongress werden folgende Themen erörtert:

  • Geschichte der Deutschlandreisen Peters des Großen: Chronik, militärische, politische und diplomatische Aspekte;
  • Erwerb von Kenntnissen in den Bereichen der Wissenschaften, Technik, Architektur und bildenden Künste;
  • Die Petersburger Akademie der Wissenschaften und deutsche Gelehrte;
  • Raritätensammlungen der Kunstkammer sowie Kunstsammlungen in Deutschland und Russland zu den Zeiten Peters des Großen;
  • Die Gestalt Peters des Großen in der deutschen Literatur und Geschichtswissenschaft;
  • Die “Petrinischen Stätten” in Deutschland (Schlösser, Parks, Monumente, Gedenktafeln).

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