Stellungnahme der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland zur Tätigkeit des deutschen staatlichen Auslandssenders „Deutsche Welle“ in Russland

Der Zeitung „Die WELT“ vom 23. Mai 2019 haben wir entnommen (https://www.welt.de/kultur/article194009321/Monika-Gruetters-ueber-Grundgesetz-Pressefreiheit-und-Medienkompetenz.html), dass der deutsche staatliche Auslandssender „Deutsche Welle“ in einigen Ländern bekämpft würde, in denen die Pressefreiheit bedroht sei. Als erstes in der Reihe wurde Russland genannt. Es fehlten nur Argumentation und Nachweise für diesen Standpunkt.

Dass unter Berufung auf Deutschlands offizielle Vertreter unglaubwürdige Informationen zur Situation mit der Pressefreiheit in Russland verbreitet werden, ist bedauernswert. In unserem Land genießen ausländische Medien günstige Rahmenbedingen für ihr Engagement. Ausländische Berichterstatter einschließlich derer aus Deutschland werden in ihrer Berufsausübung nicht eingeschränkt und sehen sich mit keinerlei Diskriminierung durch russische Behörden konfrontiert. Sie berichten auch in sehr kritischem Ton absolut frei und ungehindert über Russland, das Leben der Zivilgesellschaft und eventuelle Protestaktionen.

Der DW-Intendant Peter Limbourg wies in seinem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 6. Oktober 2018 darauf hin (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/deutsche-welle-intendant-peter-limbourg-im-interview-15823306-p3.html), dass der Sender seine multimedialen Inhalte sowohl im Fernsehen als auch online unproblematisch senden kann und DW-Korrespondenten bei der Berichterstattung sich in Russland frei bewegen können.

Am 16. Mai 2019 trafen Vertreter der Pressestelle des russischen Außenministeriums die stellvertretende Leiterin der russischen DW-Redaktion Jekaterina Kryzhanowskaja und den Chefkorrespondenten des Moskau-Studios Juri Rescheto. Sie dankten der russischen Seite für die effektive Kooperation bei der Lösung alltäglicher Fragen und machten dabei deutlich, dass sie die Unterstützung durch das russische Außenamt schätzen und auf die Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit hoffen. Unter anderem wurden gute Bedingungen für die Arbeit in unserem Land gelobt.

In diesem Sinne gibt die Botschaft ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die deutschen Kollegen eine angemessene Form für eine öffentliche Widerlegung der nicht wahrheitsgetreuen Informationen finden mögen.

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