Zur Gedenkveranstaltung im Vorort der sächsischen Stadt Geithain

Am 1. September fand die feierliche Veranstaltung statt, die der Einweihung des restaurierten Ehrenmals für die im tragischen Vorfall 1966 gestorbenen sowjetischen Piloten gewidmet ist. Die Flieger ließen ihre Leben, um den Flugzeugabsturz auf Wohnhäuser vorzubeugen.

An der Veranstaltung nahmen ca. 50 Menschen teil. Unter denen waren Politiker, russische Diplomaten, Mitglieder von gesellschaftlichen Organisationen, ehemalige Armeeangehörige und Einheimische.

In seiner Rede an die Anwesenden führte der russische Generalkonsul in Leipzig Andrei J. Dronow aus: «Oberst Wiktor Schandakow und Major Juri Wladimirow brachten ihr Leben zum Opfer, um die Einwohner von Geithain zu retten. Diese Heldentat sorgte für aufrichtige Hochachtung und Dankbarkeit». «Das, was heute passiert, veranschaulicht uns, dass genau solche Augenblicke, die unsere Völker näher bringen, lange im kollektiven Gedächtnis erhalten bleiben. Genau aus solchen Momenten besteht unsere gemeinsame Geschichte. Man sollte auf dieser Grundlage weitere bilaterale Zusammenarbeit gestalten», fügte der russische Generalkonsul hinzu.

Mit der Ansprache an die Gäste trat der Vorsitzende der Linkspartei in Geithain B.Gnant auf, der sich mit der Wiederherstellung des Monuments aktiv befasste. Er berichtete, das MiG-21 von Schandakow und Wladimirow wäre am 19. Oktober 1966 im Feld nicht weit von dem Ort abgestürzt, wo 1967 das Denkmal errichtet würde, das am Samstag nach dem Wiederaufbau eröffnet worden sei.

Das war ein einfacher Übungsflug, als plötzlich das Treibwerk ausfiel. Die Piloten bekamen den Befehl, sich auszuschleudern, aber in der Nähe lagen Wohnviertel. Als sie die Maschine in eine sichere Zone steuerte, war die Höhe für das Abspringen schon zu niedrig, und ihre Fallschirme öffneten sich nicht völlig. «Die Einwohner begaben sich gleich zum Absturzort, aber sie konnten nicht helfen: einer der Piloten war schon tot, der andere starb in ihren Händen», – teilte Gnant mit.

Der Wiederaufbau fing im April an. Auf dem Denkmal, das eine Stele mit einem roten Stern und einer Modelle des Flugzeuges auf Spitze darstellt, sind die Worte «Ruhm und Dankbarkeit den sowjetischen Helden», seine Vornamen, Namen, Geburts- und Todesdaten eingemeißelt. Außerdem ist ein Gedenkstafel mit Beschreibung der Heldentat eröffnet.

Am Ende der Veranstaltung wurden Kränze und Nelken niedergelegt, und Tauben wurden in den Himmel freigelassen.

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