Zu Ergebnissen der Untersuchung des Abstutzes der malaysischen Boeing

Wir halten die von der internationalen Ermittlergruppe JIT vorgestellten Zwischenergebnisse zum MH17-Absturz in der Ostukraine am 17. Juli 2014 für unbegründet und politisch motiviert.

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Russland mehrmals seine Zusammenarbeit bei der Untersuchung dieser Tragödie angeboten hat. Aber wir wurden zur Teilnahme an den Aktivitäten der internationalen Ermittlergruppe JIT nicht eingeladen und zu Ermittlungen und Akteneinsicht nicht zugelassen. Dabei ist die Ukraine, die internationale Regeln eindeutig gebrochen und den Luftraum über dem umkämpften Gebiet nicht gesperrt hat, weiterhin bei dem JIT aktiv.

Es fehlen nach wie vor Tatsachen, die von der Verwicklung Russlands in den Absturz des Flugs MH17 zeugen. Alles, was wir hören und sehen, basiert auf Mutmaßungen, Annahmen und Informationen aus durchaus dubiosen Quellen.

In den bei der Pressekonferenz des JIT präsentierten Materialien wurden zahlreiche Informationen ignoriert, die die russische Seite zur Verfügung gestellt hatte. Wir hatten unter anderem technische und Konstruktionsdaten von Buk-Raketen freigegeben und den Niederlanden primäre unbearbeitete Daten der Radarüberwachung des Luftraums zum Zeitpunkt der Tragödie übermittelt.

Die Experten hatten die Ergebnisse eines Experiments zur Verfügung, das der Hersteller dieser Luftabwehrsysteme – der russische Rüstungskonzern Almaz-Antey – durchgeführt hatte. Nach dessen Erkenntnissen entspricht der Schaden, der am Flugzeugrumpf zu beobachten ist, den Spuren des Abschusses mit einer alten Buk-Modifikation, die in Russland längst ausgemustert ist und die nur die ukrainischen Streitkräfte in ihren Beständen haben. Sie belegen auch, dass die malaysische Maschine mit der Rakete nicht abgeschossen werden konnte, die aus dem Dorf Perwomajskoje abgefeuert worden war, worauf das JIT besteht. Davon zeugen ebenfalls die von uns gelieferten Daten der Radarüberwachung.

Die bei der Pressekonferenz des JIT präsentierten Wracks des Buk-Raketenantriebs haben mit der russischen Flugabwehr nichts zu tun. Die Seriennummer des Raketenantriebs weist eindeutig darauf hin, dass dieses Gerät in der Sowjetunion 1986 hergestellt worden ist. In Russland unterliegen alle Buk-Raketen ohne jegliche Ausnahme der Ausmusterung und Zerstörung nach dem Verlauf von 25 Jahren. Allerdings betrifft dies ausschließlich die russische Flugabwehr, weil sie neue Rüstungen vom russischen Hersteller bezieht. Die Ukraine hat seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion keine einzige neue Luftabwehrrakete gekauft.

Es ist bemerkenswert, dass in den Materialien des JIT Informationen darüber, wo und wann die Wracks des Raketenantriebs aufgefunden worden sind, sowie über die Personen fehlen, die das Gerät dem JIT übermittelt haben.

Trotz einer Vielzahl von Fragen zu den Tätigkeiten des JIT sind wir nach wie vor zur Zusammenarbeit bereit. Maßgeblich ist dabei, dass diese Zusammenarbeit ehrlich ist und dass die von uns übermittelten Daten und Tatsachen nicht ignoriert werden. Die Versuche, die Ermittlungen darauf zu reduzieren, dass die Daten an die mutmaßliche Schuld Russlands angepasst werden, sind unkorrekt und zum Scheitern verurteilt.

 

 

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