Pressemitteilung zu den Zwischenergebnissen der MH17-Ermittlungen

Die am 24. Mai bekannt gegebene Version der internationalen Ermittlergruppe JIT, dass das Buk-Luftabwehrsystem, mit dem der Flug MH17 abgeschossen worden ist, in die Ukraine aus Russland gekommen sei und zum Ar­se­nal der in Kursk stationierten 53. Flug­ab­wehrbri­ga­de der rus­si­schen Streitkräfte gehöre, ist zu bedauern. Das ist ein weiteres Beispiel grundloser Anschuldigungen, die sich zum Ziel setzen, unser Land in Misskredit zu bringen. Es wurden keine Beweise vorgelegt, abgesehen von einem spektakulären Video, das auf fabrizierten Daten der privaten Recherchegruppe Bellingcat basiert. Sie war bereits früher mehrmals der Verbreitung von Fakenews über die vermeintliche Verantwortung Russlands für den Abschuss des Flugs MH17 überführt worden.

Für Befremden sorgt die Tatsache, dass das JIT über diese Version der Geschehnisse in dem Zeitpunkt berichtet hat, wo in Russland die Überprüfung der Rechtshilfeersuchen der niederländischen Staatsanwaltschaft nicht einmal abgeschlossen ist.

Wir weisen darauf hin, dass zahlreiche Informationen, die Russland dem JIT zur Verfügung gestellt hatte, in den bei der Pressekonferenz vorgelegten Materialien ignoriert wurden. Es wurde kein Wort über die Hilfe verloren, die wir bei den Ermittlungen geleistet haben. Es wurde verschwiegen, dass wir in Moskau holländische Experten und Staatsanwälte getroffen und ihnen freigegebene technische und Konstruktionsdaten von Buk-Raketen übergeben haben. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse des Experiments übermittelt, das der Hersteller dieser Luftabwehrsysteme – der russische Rüstungskonzern Almaz-Antey – durchgeführt hatte.

Zudem legte die Russische Föderation den Niederlanden ebenfalls primäre unbearbeitete Daten der Radarüberwachung des Luftraums zum Zeitpunkt des Abschusses des MH17-Fluges vor. Diese äußerst wichtigen Informationen sind erschöpfend und absolut objektiv, weil sie weder geändert noch gefälscht werden können. Dennoch hat sich dies auf die Ermittlungen nicht ausgewirkt. Die auf Basis von Radardaten gezogene Schlussfolgerung von unbekannten Experten, die vom JIT in die Ermittlungen eingebunden waren, kann man nur als absolut haltlos bezeichnen.

In diesem Hinblick stellen sich legitime Fragen nach den echten Beweggründen dafür, dass das JIT sich dafür entschieden hat, seinen Zwischenbericht zu veröffentlichen.

All das bestärkt uns in unserer Meinung, dass die laufenden Ermittlungen voreingenommen und einseitig sind.

Nichtsdestotrotz werden wir die Ermittlungen weiterhin unterstützen, damit der echte Grund des Absturzes des Flugs MH17 festgestellt wird und tatsächliche Schuldige zur Rechenschaft gezogen werden können.

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