Grußwort des russischen Botschafters in Deutschland Wladimir Grinin vor dem Weihnachtskonzert, 14. Dezember 2017

Sehr geehrte Gäste,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

meine Damen und Herren,

liebe Freunde,

es freut mich sehr, Sie alle bei uns in der russischen Botschaft in Berlin zu unserem traditionellen Weihnachtskonzert recht herzlich begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen!

Das diesjährige Konzert schenken uns die Opernsolisten eines der berühmtesten Theaterhäuser der Welt – des Staatlichen Bolschoi-Theaters Russlands.

Wir Russen – Russländer, wie man in der letzten Zeit oft sagt, – wir halten Russland für ein reiches Land und für unseren wichtigsten Reichtum – die Menschen, und selbstverständlich besonders – talentvolle, begabte Kinder, die in unendlichen Weiten unserer Heimat zur Welt kommen. Unter ihnen echte Diamanten zu finden, zu schleifen und somit talentierten jungen Künstlern die Tür in die große Welt der Musik zu öffnen – das hat sich das Jugendopernprogramm des Bolschoi-Theaters zur Aufgabe gemacht.

Das Bolschoi-Theater und seine Solisten sind vom Weltruf. „Bolschoi“ heißt auf Russisch „groß“, also übersetzt bedeutet es „Großes Theater“. Diese bedeutendste nationale Kulturinstitution ist ein wahres Symbol unseres Landes, des hervorragenden Könnens seiner talentierten Künstler – Sänger, Balletttänzer und  Ballettmeister, Komponisten und Dirigenten. Als eines der ältesten Weltzentren für Musik-und Tanzkultur hat das Bolschoi im September dieses Jahres seine 242. Saison eröffnet.

Das Bolschoi sieht sich verpflichtet, die Kontinuität der Generationen zu gewährleisten und den Nachwuchs zu erziehen. So wurde dort das Jugendopernprogramm gestiftet, um das Können der künftigen Stars zu vervollkommnen. Auch die Besetzung des heutigen Weihnachtskonzerts ist daher speziell so gestaltet, dass auf einer Bühne sowohl bereits bekannte Opernsolisten Juri Syrow (Юрий Сыров) und Jekaterina Morosowa (Екатерина Морозова) als auch Nachwuchstalente Alexander Anassenko (Александр Анасенко) aus Murmansk in Nordrussland und Giorgi Sturua (Гиорги Стуруа) aus Georgien zusammen auftreten.

Die aufgehenden Sterne der Weltmusikszene lassen uns berühmte Arien aus russischen, deutschen, österreichischen, ungarischen, italienischen und amerikanischen Opern und Operetten genießen. Eine abwechslungsreichere Reise durch die Opernwelt kann man sich kaum vorstellen.

In diesem warmherzigen vorweihnachtlichen Ambiente schließen wir heute das umfangreiche Kulturprogramm der Botschaft im Jahre 2017 ab. Es beinhaltete diverse Konzerte, Präsentationen und Diskussionen, die aus verschiedenen Anlässen stattfanden wie, zum Beispiel, die Konzerte des Preisgekrönten russischen Jazzpianisten Daniel Kramer und des Internationalen Tschaikowski Jugendorchesters Jekaterinburg, den Musikabend mit dem Zentralen Jablotschkina-Haus des Schauspielers Moskau, den poetisch-musikalischen Puschkin-Abend und vieles mehr.

Die Tatsache, dass das heutige traditionelle Weihnachtskonzert heute mit jungen Talenten stattfindet, kann im gewissen Sinne sogar als symbolisch betrachtet werden. Denn im Juni dieses Jahres ist bekanntlich das Jahr des deutsch-russischen Jugendaustausches zu Ende gegangen, aber verschiedenste Festivals, Konferenzen, Treffen, Reisen und vieles mehr werden kontinuierlich weiter in beiden Ländern organisiert. Die Diversität der Veranstaltungen und Intensivität des Austausches sind ein Paradebeispiel dafür, wie aufrichtig sich die junge Generation aus Deutschland und Russland füreinander interessiert und wie aussichtslos politische Hürden sind.

Dabei möchte ich betonen, dass ohne Heranziehung der Jugendlichen zur deutsch-russischen Kooperation in allen möglichen Formaten die Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft wohl kaum möglich sein kann.

Erfolgreich und im Sinne der wahren Volksdiplomatie geht auch intensive Zusammenarbeit auf der Ebene von russischen und deutschen Städten und Kommunen sowie den regionalen Partnern beider Länder weiter. Zurzeit läuft übrigens das deutsch-russische Jahr der Regionalen und Kommunalen Partnerschaften 2017/2018, das als Fortsetzung der Tradition der seit 2012 ohne Unterbrechung stattfindenden Austauschjahre zwischen Deutschland und Russland angesehen wird.

Abschließend möchte ich einen aufrichtigen Dank aussprechen. Das heutige Musikfest wäre unvorstellbar ohne die großzügige Unterstützung des traditionellen Sponsors der Weihnachtskonzerte in der Botschaft – der Wintershall Holding GmbH. Erlauben Sie mir der Geschäftsführung der Holding ganz herzlich dafür zu danken.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich uns allen frohe Weihnachten, Gesundheit und viel Glück sowie mehr Liebe, Harmonie und einen klarer werdenden politischen Himmel im neuen Jahr 2018 wünschen. 

Ich danke für die Aufmerksamkeit und erteile gern das Wort dem Leiter der Berliner Repräsentanz der Wintershall Holding Herrn Peter Westhof.

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