Pressesprecherin des Außenministeriums Russlands Maria Sacharowa zum Auftritt des BND-Chefs Bruno Kahl, 16. November 2017

Wir konnten die jüngste Aussage des deutschen Bundesnachrichtendienstes, Chefs Bruno Kahl, nicht übersehen, der Russland nicht als einen Partner, sondern als eine Gefahr für die europäische Sicherheit bezeichnete und unser Land für die Versuche kritisierte, die Führungsrolle auf dem europäischen Kontinent zurückzugewinnen – und dadurch aus seiner Sicht die EU zu schwächen und einen Keil zwischen der EU und den USA zu treiben.

Es ist bedauernswert, dass der Leiter des deutschen Nachrichtendienstes immer noch nicht imstande ist, die ideologischen „Fesseln“ des „Block-Denkens“ loszuwerden, indem er nach wie vor seine Phobie bezüglich der angeblichen „Gefahr aus dem Osten“ verbreitet. Die Bundestagswahl ist eigentlich schon vorbei, und die Aussagen der deutschen Führung zeugen davon, dass die Gerüchte über die „allmächtigen russischen Hacker“ nicht bestätigt worden sind, die  angeblich die deutsche Staatsführung diskreditieren wollten. Diese Behauptungen wurden durch keine Fakten bestätigt. Dennoch will man sich in Berlin immer noch nicht beruhigen.

Es ist wohl an der Zeit, aufzuhören, der deutschen Gesellschaft und sich selbst mit den Fantasien über Russlands „Pläne“ Angst zu machen, die es in diesem Kontext gar nicht gibt, glauben Sie etwa nicht? Es gibt doch letztendlich Fakten: Russland ist nicht derjenige, der seine Truppen zu den deutschen Grenzen verlegt, sondern umgekehrt: Deutsche Truppenabteilungen befinden sich inzwischen wieder auf dem Territorium der Ex-Sowjetunion. Wir sind nicht diejenigen, die in Europa ein ganzes Netzwerk von Militärstützpunkten und Raketenabwehrkomplexen errichten. Nicht wir sind diejenigen, die immer neue Formen des Sanktionsdrucks ausdenken. Also woher geht denn die Gefahr aus? Und gegen wen ist sie gerichtet?

Angesichts des allumfassenden Wachstums der terroristischen bzw. extremistischen Gefahr, wovon wir heute viel sprachen, angesichts der hohen Intensität von regionalen Konflikten und Krisen, von humanitären und Klimaproblemen haben wir es mit durchaus realen Herausforderungen zu tun, von denen wir alle betroffen werden. Vielleicht wäre es doch besser, sich um die Normalisierung der Beziehungen und um die Intensivierung des konstruktiven Dialogs über gegenseitig wichtige Fragen zu bemühen, anstatt Zeit und Kräfte für die Konfrontationsrhetorik und für die umstrittene „Eindämmung“ Russlands zu vergeuden? Wir würden die Aktivitäten in diesem Bereich gerne unterstützen.

Quelle: mid.ru

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