Zur Einweihung der Namenstafeln auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Elsterwerda, 21. September 2017

Am 21. September d.J. hat Botschafter der Russischen Föderation Wladimir Grinin an der Einweihung der Namenstafeln auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Elsterwerda (Land Brandenburg) teilgenommen. Hier ruhen mehr als 3000 sowjetische Bürger. Darunter sind die im Kampf um die Befreiung der Stadt und deren Vororte gefallenen Armeeangehörigen, sowie die in unmenschlichen Lebensbedingungen verstorbenen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter aus der Zeit von 1941 – 1945.

Der Ehrenfriedhof wurde im Herbst 1945 angelegt. Jedoch blieben die hier bestatteten sowjetischen Bürger bis heute großenteils unbekannt. Dank der Zusammenarbeit zwischen der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland, dem Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, dem Landkreis Elbe-Elster, der Brandenburgischen Freundschaftsgesellschaft e.V., der Stadtverwaltung Elsterwerda und der Initiativgruppe Lager Mühlberg wurden ihre Namen aus der Anonymität geholt. Früher galten nur ca. 700 Menschen als bekannt, heute – 2915. Ihr Gedenken wurde auf den neuen, sondern angefertigten Bronzetafeln verewigt. Darüber hinaus wurde eine Informationstafel auf dem Ehrenfriedhof aufgestellt. 

Die vor der Stadt Elsterwerda organisierte Zeremonie hat zahlreiche Teilnehmer zusammengebracht. Darunter waren der stellvertretende Ministerpräsident des Landes Brandenburg Christian Görke, Landrat des südbrandenburgischen Landkreises Elbe-Elster Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister der Stadt Elsterwerda Dieter Herrchen, sowie Vertreter der Kirche, der Zivilgesellschaft, der Jugendlichen, Ortsbewohner und Verwandte der auf dem Ehrenfriedhof ruhenden sowjetischen Bürger.

In seinem Grußwort bezeichnete Botschafter Grinin die Zeremonie als „ein wichtiges Zeichen des Friedens und der Versöhnung zwischen unseren Völkern“. „Durch gemeinsame Aktionen zur Sanierung der Kriegsgräberstätten stellen Russen und Deutsche es unter Beweis, dass der immerwährende Auftrag der Aufrechterhaltung des Friedens für uns alle gilt“, betonte er. Botschafter Grinin unterstrich, dass diese wichtige Arbeit letztendlich möglich machte, dass Russen und Deutsche sich anzunähern begannen und den Weg der historischen Versöhnung einschlugen.

Er betonte, dass die Russische Föderation für die Schaffung eines gemeinsamen euroatlantischen Sicherheitssystems plädiert, das gegen andere Staaten nicht gerichtet ist. Nur so können wir auf zuverlässige Weise die Nichtwiederholung jener grausamen Ereignisse garantieren, die die Menschheit vor einigen Jahrzehnten erschüttert hatten und wofür sie unsagbar teuren Preis bezahlt hatte.

 

Комментарии ()