„So bauen wir Brücken zwischen den Nationen“

Die regionale Runde des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ startet mit 24 Schülern aus Marsberg, Lüdenscheid, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Ennepetal, Bergkamen, Ahlen und Olpe am heutigen Mittwoch, in Lüdenscheid.

Die regionale Runde des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ startet mit 24 Schülern aus Marsberg, Lüdenscheid, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Ennepetal, Bergkamen, Ahlen und Olpe am heutigen Mittwoch, in Lüdenscheid.

Die WP sprach vorab mit Klaus Dropmann. Er ist Russischlehrer am Carolus-Magnus-Gymnasium in Marsberg und Vorsitzender des deutschen Russischlehrer-Verbandes. Er hat den Russisch-Cup von Anfang an mitbetreut und Schüler vom Gymnasium in Marsberg sind immer mit angetreten.

Herr Dropmann, wie viel Mannschaften treten am Mittwoch in Lüdenscheid gegeneinander an?

Klaus Dropmann: Es ist die größte von insgesamt drei NRW-Runden und es treten zwölf Mannschaften an, um mit Vokabelwissen und Würfelglück den Regionalsieg zu erringen. Aus Marsberg treten wir sogar mit zwei Siegermannschaften an.

Wie kommt das?

Wir haben unter sage und schreibe 40 Mannschaften die Schulsieger ermittelt. Das ist eine tolle Sache. Die besten Lüdenscheider Russischspieler reisen vom 3. bis 5. November auf Einladung von Gazprom Germania zum großen Finale im Europa-Park in Rust. Hier wird um eine Russlandreise gespielt. Und das bereits zum zehnten Mal.

Das Sprachturnier feiert dieses Jahr also sein zehnjähriges Bestehen. Was ist Ihnen daran so wichtig?

Der Bundescup „Spielend Russisch lernen“ ist eines der nachhaltigsten Projekte im bilateralen Austausch. Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist es wichtig, das Vertrauen der jungen Generation in die deutsch-russischen Beziehungen zu stärken. Durch seine einzigartige Konzeption bietet der Wettbewerb jungen Menschen die Möglichkeit, einen spielerischen Zugang zum Russischen zu gewinnen, das gemeinhin als schwer zu erlernen gilt. So bauen wir Brücken zwischen den Nationen.

Wie viele Regionalentscheide gibt es?

Die 16 Regionalausscheide in Deutschland finden in diesem Jahr in zwölf Bundesländern statt. Die Kultusminister aus 15 Bundesländern fungieren als Schirmherren des Bundescups, darunter Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW.

Das Interesse an dem Sprachwettbewerb unter den Schülern ist also ungebrochen?

Die Zahlen sprechen da eindeutig für sich: Seit 2008 nahmen mehr als 50 000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Sprachturnier teil. Im Jubiläumsjahr sind knapp 2000 Teams aus 200 Schulen am Start.

Es wird also auch nach zehn Jahren noch weitere Russisch-Cups geben?

Der Wettbewerb stellt ein großes Fest der russischen Sprache auf allen Ebenen dar und er wird hoffentlich dank der Sponsoren auch über das zehnjährige Bestehen hinaus dazu beitragen, noch mehr neue Schüler und Schülerinnen zu ermuntern, an diesem Sprachspiel teilzunehmen. Gilt es doch auch in Zukunft, attraktive Reisen nach Russland zu gewinnen und die Gastfreundschaft der Russen vor Ort kennenzulernen.

Quelle: Westfalen Post, Annette Dülme

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