Die Rede des russischen Botschafters Wladimir Grinin anlässlich der Aushändigung des Konsularpatents dem neuen Honorarkonsul der Russischen Föderation in NRW

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrter Herr Staatssekretär,

sehr geehrter Herr Dr. Bergmann,

sehr geehrter Herr Schäfer,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

Zunächst möchte ich den herzlichen Worten an Klaus Schäfer anschließen und meinen aufrichtigen Glückwunsch anlässlich seiner Ernennung zum Honorarkonsul der Russischen Föderation für Nordrhein-Westfalen zum Ausdruck bringen. Mit meiner Gratulation verbinde ich die besten Wünsche für seine Tätigkeit, die aus meiner Sicht, nur einem Ziel dienen kann, russische Interessen in Deutschland zu vertreten und die Annäherung zwischen unseren Völkern zu stimulieren

Dass die Mission von Herrn Schäfer auf diesem Posten erfolgreich und produktiv sein wird, bleibt ohne Zweifel:  seine reichen Erfahrungen, Weitsicht, auf Ausgleich und Frieden ausgerichtet Denkweise sind genau die persönlichen Eigenschaften, die den Anforderungen des Amtes eines Honorarkonsuls entsprechen.

Es ist kein Geheimnis, dass das deutsch-russische Verhältnis derzeit alles andere als spannungsfrei ist. Dieser  bilaterale Prozess hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist leider noch weit von einer realen Verbesserung entfernt. Nicht einfach ist folglich die Aufgabe, eine Verständigung zwischen unseren beiden Ländern bei dem jetzigen politischen Wetter zu normalisieren. 

Trotzdem ermuntern uns die Anzeichen des Verständnisses, dass akute globale Probleme wie Terror,  Vertreibung und Flucht, Armut und Umweltverschmutzung  nur in Zusammenarbeit mit Russland bewältigt werden können.

Auch die gegenseitige Sympathie beider Völker bildet eine Grundlage unserer Beziehungen. Sie entspringt dem gegenseitigen Interesse, tiefen historischen Verbindungen, einem intensiven Kulturaustausch und effizienten Dialog auf der zivilgesellschaftlichen Ebene.

Wichtige Impulse zur Stabilisierung der bilateralen Entwicklungsdynamik gehen von der Wirtschaft. In den letzten Jahren waren der Investitionstrend und der Warenumsatz zwischen Russland und Deutschland unter anderem durch Sanktionen  belastet. Diese traditionellen Wirtschaftsbeziehungen sind abgesehen von alldem doch erhalten geblieben und zeigen seit Ende 2016  zwar bescheidene, aber optimistische Veränderungen. Zu erwähnen sind neue Projekte im Sektor des Mittelstandes, des Technologietransfers. Dies gilt besonders für stabile zahlreiche  Partnerschaften zwischen Universitäten und im Rahmen der interregionalen Zusammenarbeit   beider Länder.

Wir freuen uns sehr, dass das größte deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen schon vor vielen Jahrzehnten intensive Beziehungen in diversen Branchen mit unsrem Land aufgenommen hat und weiterhin diese pflegt und hochschätzt. Allein schicksalsträchtige Projekte wie Gas-Röhre und viele ähnliche, die aus Ihrem Bundesland hervorgegangen sind, haben in den 70-er Jahren vergangenen Jahrhunderts Anreize zur explosionsartigen Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen unserem Land und der BRD gegeben.

Das ließ in derselben Periode auch zahlreiche Städte- und Gemeindepartnerschaften entstehen. Zu erwähnen ist eine intensive Kooperation zwischen Moskau und der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die wurde Ende der 60-er Jahre angebahnt, durch intensive jahrzehntelange wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen gekennzeichnet und 1992 durch die Oberbürgermeister der beiden Städte in einem Partnerschaftsvertrag besiegelt. Wie bekannt hat dazu entscheidend auch die Zivilgesellschaft von Moskau und Düsseldorf beigetragen, in erster Linie der Verein „Deutsch-russische Freundschaft“, dessen Ehrenpräsident Herr Albert Bitter heute hier anwesend ist.

Diese Zusammenarbeit hat auch die Tätigkeit der Messe-Düsseldorf geprägt, die viele gemeinsame Projekte umgesetzt hat. Heute haben wir im gewissen Sinne mit einer deutsch-russischen Infrastruktur zu tun. Um nur einiges zu nennen.

Durch Eröffnung des Honorarkonsulats Russlands in Nordrhein-Westfalen wurden weitere bedeutende Impulse ins Leben gerufen. In diesem Zusammenhang möchte ich im Namen unseres Landes Herrn Dr.Bergmann für seine unermüdliche und effiziente Arbeit auf dem Posten des Honorarkonsuls bedanken. Ich wünsche Ihnen viel schöpferische Kraft, Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

Die heutige Stafettenübergabe dieser verantwortungsvollen Funktion an Herrn Schäfer, den man auch als großen Russlandfreund und erfolgreichen Unternehmer kennt, gibt uns Sicherheitsgefühl, dass die russisch-deutschen Beziehungen weiterhin eine robuste Stütze in Nordrhein-Westfallen erhalten haben.

Ich nutze diese Gelegenheit, um die Landesregierung, die Stadtverwaltung und den Oberbürgermeister Düsseldorfs für die Unterstützung dieser Beziehungen zu danken, und wünsche den Unternehmern, den Kulturschaffenden, Vertretern der zivilen Gesellschaft von beiden Seiten viele erfolgreiche Projekte und Kontakte zum Wohle unserer Bürger und im Sinne der Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland.

Sehr geehrter Herr Schäfer!

Sie treten heute das Amt des Honorarkonsuls der Russischen Föderation an. Wir hoffen auf eine enge, effektive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihnen. Seitens russischer diplomatischer und konsularischer Vertretungen in Deutschland versprechen wir Ihnen erforderliche Unterstützung in Ihrer Tätigkeit.

Gestatten Sie, Herr Schäfer, Ihnen hiermit die Ernennungsurkunde zu überreichen, die Sie mit allen notwendigen Vollmachten für die Ausführung der Funktionen des Honorarkonsuls der Russischen Föderation in Düsseldorf mit Konsularbezirk Nordrhein-Westfalen ausstattet.

Empfangen Sie meine besten Wünsche für einen guten Start!

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

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