Beileidsbekundung von Wladimir Grinin zum Tod des Botschafters Russlands in der Türkei Andrey G. Karlow

Ich bin vom Tod des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der Russischen Föderation in der Republik Türkei Andrey G. Karlow im Ergebnis eines Terroranschlages am 19. Dezember bestürzt. Im Namen aller Mitarbeiter der Botschaft Russlands in der Bundesrepublik Deutschland und in meinem eigenen Namen drücke ich ein aufrichtiges Beileid den Familienangehörigen von Andrey Gennadjewitsch Karlow aus. Wir stehen an Ihrer Seite in diese düsteren Stunden.

Ein gemeiner Schuss in den Rücken des Diplomaten ist eine der Erscheinungsformen des ekelhaften Wesens des modernen Terrors, gegen den heute nachhaltig und kompromisslos Russland im Namen unserer und nächster Generationen kämpft und auch weiter kämpfen wird.

Der Tod unseres Kollegen rief mit Leid und Entrüstung in allen russischen Diplomaten in der ganzen Welt zurück. Obwohl meine Wege während der diplomatischen Tätigkeit mit diesen von S.E. Karlow nicht überkreuzt haben, erinnere ich mich an ihn in Moskau und kenne ihn als einen hervorragenden Experten, der sich in allen Einzelheiten des diplomatischen Dienstes gut auskennt. Er arbeitete in der türkischen Hauptstadt in einer turbulenten Zeit und kümmerte sich besonders um die Sicherheit der Russen, die einen Urlaub in der Türkei machen. Er strebte dazu an, dass unsere Beziehungen mit diesem Land zu einem Beitrag zur Friedens- und Ruhestiftung in dieser durch Kriege angespannten Region wurden.

Ich hoffe, dass diese empörende Attentat eine Lehre für alle Mitglieder der internationalen Gemeinschaft sein, einen Impuls dem Verständnis geben wird, dass der internationale Terrorismus – die Pest unserer Zeit – sich nur durch gemeinsame Kräfte der zivilisierten Welt ausrotten lässt. Natürlich erwarten wir von der türkischen Führung eine sorgfältige Ermittlung dieses Verbrechens und Enthüllung des Initiators.

Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter
der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland

Wladimir Grinin

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