Richard Sorge: Gedenktafel für sowjetischen Kundschafter in Berlin eingeweiht

In Berlin ist am Montag eine Gedenktafel für den sowjetischen Top-Agenten Richard Sorge eingeweiht worden. Die Plakette wurde an dem Eckhaus Richard-Sorge-Straße und Weidenweg im Osten der deutschen Hauptstadt angebracht.

An der Einweihungszeremonie nahmen laut Sputnik rund 100 Menschen, darunter Mitglieder verschiedener Verbände ehemaliger Angehöriger der deutschen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR, Mitglieder der deutschen Kommunistischen Partei, Mitarbeiter der russischen Botschaft und Veteranen des russischen Militäraufklärungsdienstes teil.

Wie der Ko-Vorsitzende der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung der Angehörigen der Bewaffneten Organe der DDR, Hans Bauer, sagte, wird am 7. November seit vielen Jahren des Kundschafters gedacht, der sein Leben im Kampf gegen den Faschismus hingegeben hat.

Generalleutnant a.D. Manfred Folland, Ko-Vorsitzender der Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger der deutschen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR,  würdigte die Heldentat des „Humanisten, Antifaschisten und Internationalisten“ Sorge.

Dr. Richard Sorge, ein sowjetischer Kommunist russisch-deutscher Abstammung, war als Journalist der „Frankfurter Zeitung“ in Tokio eingesetzt und arbeitete gleichzeitig für den sowjetischen Nachrichtendienst. 1941 berichtete er über den geplanten Angriff von Nazi-Deutschland auf die Sowjetunion und später darüber, dass Japan die Sowjetunion nicht angreifen werde. Letzteres ermöglichte die Verlegung der sibirischen Divisionen zur Verteidigung Moskaus im Herbst 1941.

Sorge wurde am 7. November 1944 im Sugamo-Gefängnis in Tokio hingerichtet. Im Jahr 1964, 20 Jahre nach seinem Tod, wurde er posthum mit dem Titel „Held der Sowjetunion“ ausgezeichnet.

Quelle: SputnikNews

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