Wladimir Putin traf sich mit dem Vize-Kanzler, Minister für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland Sigmar Gabriel

Am 21. September empfing Wladimir Putin den Vize-Kanzler, Minister für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Sigmar Gabriel in seinem Amtsitz in Nowo-Ogarjowo.
 
Von der russischen Seite nahmen am Treffen der Berater des Präsidenten, Yuri Uschakow, Minister für wirtschaftliche Entwicklung Russlands, Alexey Ulyukaew und Vorstandsvorsitzender der GAZPROM AG, Alexey Miller teil.
 
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Wladimir Putin: Sehr geehrter Herr Vize-Kanzler! Sehr geehrte Kollegen! Gestatten Sie mir, Sie noch einmal zu begrüßen. Ich bin sehr froh, mich mit Ihnen zu treffen.
 
Die Bundesrepublik Deutschland bleibt für uns einer der wichtigsten handelswirtschaftlichen Partner. Bedauerlicherweise, schrumpft der Warenumsatz: letztes Jahr war es Minus 35, sogar mehr als Minus 40 Prozent; erste Hälfte dieses Jahres – weitere 35 Prozent.
 
Wir bemühen uns gewißermaßen darum, wenigstens versuchen wir dies beiderseits zu tun. Wir wissen, dass es in Rostock das Forum „Russlandtag“ stattfand, wo über 600 Unternehmer sowohl von der deutschen, als auch von der russischen Seite teilgenommen haben. Und wir sehen die Einstellung der Geschäftskreise auf die Weiterentwicklung der Beziehungen.
 
In diesem Zusammenhang halten wir Ihren Besuch für sehr wichtig. Ich hoffe, dass wir ein Gespräch haben werden und Auswege aus den Problemen finden können, die vor uns stehen.
 
Herzlich willkommen!
 
Sigmar Gabriel (nach Übersetzung): Danke, Herr Präsident.
 
Ich bin froh, dass es mir gelang, zu Ihnen nach Moskau zu kommen.
Sie wissen, dass zu unserer Delegantion Vertreter der Geschäftskreise gehören – und Sie haben richtig gesagt, dass das Interesse von beiden Seiten, von der Seite russischer und deutscher Unternehmen, daran gibt, nicht nur die existierende Kooperation aufrechtzuerhalten sondern diese auch auszubauen.
 
Ich selbst habe am Russlandtag in Rostock teilgenommen, da mich mit dem Minister für Industrie Russlands getorffen, und kann sagen, dass dieses Interesse nicht nur im Osten Deutschlands, sondern dass die ganze Wirtschaft, alle Geschäftskreise Deutschlands sich sehr dafür interessieren, trotz der vorhandenen Krisen, diese Kontakte fortzusetzen und auszubauen.
 
Ich danke Ihnen für die Möglichkeit, morgen ein Treffen mit Vertretern Ihrer Regierung durchzuführen. Hier in der Russischen Föderation sind über 5000 deutsche Unternehmer tätig, deswegen sind wir dankbar für die Möglichkeit, den Dialog fortzusetzen.
 
Wir treffen uns in sehr schwierigen Zeiten, wir treffen uns immer in sehr schwierigen Zeiten. Zum ersten Mal besuchte ich die Sowjetunion in 80er Jahren, als der Westen die Olympischen Spiele boykotiert hat. So ist mein Schicksal, ich besuche dieses Land immer in schwierigen Zeiten.
 
Jetzt gibt es komplizierte Fragen um Syrien, um die Ukraine. Ich würde dankbar, wenn wir mit Ihnen auch diese Fragen besprechen könnten, besonders die jüngsten Zwischenfällen mit dem Angriff auf den UN-Hilfskonvoi in Syrien. Dies erschwert natürlich die Lage. Ich würde dankbar, wenn wir die Möglichkeit finden könnten, diese Fragen zu besprechen.
 
Wladimir Putin: Unbedingt.
 
Was die gekommenen deutschen Unternehmer betrifft – wir haben viele Freunde in Deutschland und trotz aller Schwierigkeiten, die wir im politischen Bereich haben, bleiben Freunde Freunde, wir wissen das, wir spüren das.
 
Und unsere deutschen Freunde wissen, dass wir auch Ihre Freunde bleiben. Deswegen, ausgehend von dem positiven Potenzial, sollen wir nach der Lösung dieser komplizierten Fragen suchen. Wir werden diese irgendwann finden, aber je früher, desto besser.

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