Ansprache des Botschafters Wladimir Grinin vor dem Konzert Symphonieorchesters des Staatlichen Mussorgski-Konservatoriums Ural

Exzellenzen,

sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde!

Willkommen in der Russischen Botschaft!

Es ist mir eine Freude, Sie alle in diesen Wänden begrüßen zu dürfen.

Die Russische Botschaft macht nach der Sommerpause wieder ihre Pforten auf und eröffnet hiermit die Kultursaison 2016/2017.

Wie bekannt, verbindet die Kultur Menschen, Länder und Kontinente. Selbst in krisenhaften Phasen der Geschichte, wenn die Welt mit verschiedensten Herausforderungen konfrontiert ist, bleibt die Kunst einer der wenigen, aber wichtigsten Vermittler, der die Wege hin zur gegenseitigen Verständigung und zum Frieden anbahnt.

Russland bleibt nach wie vor ein überzeugter Verfechter des Friedens, der Völkerversöhnung, Konsolidierung der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Terrorismus und Menschenhass. In diesem Sinne unternimmt der Russische Staat vielzählige Friedensinitiativen und aktiviert dementsprechend seine diplomatischen Bemühungen.

Die russische multinationale Kultur selbst trägt zur Völkerverständigung bei. Unser Land hat nicht nur Naturschätze, sondern in erster Linie auch viele Menschentalente. In verschiedensten Ecken Russlands gibt es viele begabte weltberühmte oder auch weniger bekannte Künstler, die Kulturtraditionen pflegen, das Kulturgut mitgestalten und weiterentwickeln.

Zu solchen Gebieten gehört auch das Uralgebirge.

Etwa 3500 Kilometer von Deutschland entfernt, trennt und gleichzeitig verbindet der Ural zwei Kontinente: Europa und Asien. Die Hauptstadt der Ural-Region, Jekaterinburg, ist die drittgrößte Stadt Russlands.

Heute haben wir die Möglichkeit, 75 talentierte junge Damen und Herren, Studierende am Mussorgski-Konservatorium in Jekaterinburg kennenzulernen, die für uns auf dieser Bühne auftreten. Dieses 1934 gegründete Studentenorchester zählt zu den ältesten Klangkörpern dieser Art in ganz Russland. Seit 2011 wird dieses Musikensemble vom bekannten russischen Dirigenten Anton Schaburow geleitet. Unter den Solisten haben wir heute die Ehre, auch den verdienten Künstler und Kunstschaffenden der Russischen Föderation, Rektor des Mussorgski-Konservatoriums Ural, Herrn Prof. Schkarupa, am Klavier zu hören.

Die Musiker sind nach Deutschland mit einer verantwortungsvollen Mission gekommen: Russland beim renommierten „Young Euro Classic“ zu vertreten – dem „Festival der besten Jugendorchester der Welt“. So wurde gestern dieses Symphonieorchester im Berliner „Konzerthaus“, soweit ich weiß, sehr warm vom Publikum aufgenommen.

Und nun haben wir die Möglichkeit, in der Botschaft der Russischen Föderation die schöne klassische Musik in Darbietung dieses jungen Klangkörpers zu genießen.

Es ist sehr symbolisch, dass dieses Konzert in der Zeit des deutsch-russischen Jugendaustauschjahres 2016-2017 stattfindet. Wir schätzen solche Kulturveranstaltungen, die zur Behebung bestehender Vorurteile und Stereotype im Verhältnis zwischen unseren Ländern und Völkern beitragen. Denn sie beweisen, dass die Völker unserer Länder nach gegenseitigem Austausch und Verständnis streben.

Heute werden wir alle die Sprache der Musik sprechen, die es uns ermöglicht, einander ohne Übersetzung zu verstehen. Sehr treffend hat das mal Ludwig van Beethoven ausgedrückt: „Von Herzen, möge es zu Herzen gehen“.

Was das Konzertprogramm angeht, so werden hier heute wunderschöne Werke aus den XVIII. bis XX. Jahrhunderten erklingen, und ich meine nicht nur die Werke vom bereits erwähnten Ludwig van Beethoven, sondern auch von solchen großen deutschen und russischen Komponisten wie Carl Maria von Weber, Pjotr Tschaikowskij, Alexander Skrjabin und Sergej Rachmaninow.  

Abschließend möchte ich mich gern bei allen bedanken, die diesen Abend möglich gemacht haben, vor allem bei dem Sponsor des Konzerts – GAZPROM Germania GmbH, mit derer freundlichen Unterstützung diese musikalische Veranstaltung durchgeführt wird.

Ich wünsche allen eine gute Unterhaltung und einen gelungenen Abend.

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.

 

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