Größte deutsche Russland-Investition seit Ukraine-Krise

Der Dortmunder Pumpenhersteller WILO hat im Moskauer Umland eine 35-Millionen-Euro Fabrik eröffnet. Das ist die größte deutsche Investition in Russland seit der Ukraine-Krise, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK).

Mit 35 Millionen Euro ist die hochmoderne Fabrik von WILO die größte Einzelinvestition eines deutschen Unternehmens in 2016 und eine der größten Investitionen seit derUkraine-Krise.

Premierminister Dmitrij Medwedew hat anlässlich der feierlichen Eröffnung am Dienstag auf dem neuen Fabrikgelände in Noginsk öffentlichkeitswirksam eine Sitzung des Expertenrates zur Energieeffizienz abgehalten. „Der russischen Regierung sind Investitionen angesichts der Wirtschaftskrise und des Sanktionsregimes überaus wichtig“, sagte Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der AHK. „Wer Technologie transferiert und sich entscheidet, in Russland zu produzieren, bekommt einen roten Teppich ausgerollt.“

WILO stellt Pumpensysteme für Heizungs-und Klimatechnik sowie für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung her. „Russland ist für uns in den nächsten Jahrzehnten ein hoch attraktiver Markt“, sagte Jens Dallendörfer, Generaldirektor von WILO Rus und Mitglied des AHK-Vorstandes. „Wir sehen das Werk auch als Exportplattform für den Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok und die Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), zu der neben Russland auch Weißrussland, Kasachstan, Armenien und Kirgisien gehören.“

Pro Jahr sollen in Noginsk zunächst 70.000 Pumpen und Pumpensysteme gebaut werden. Bis 2020 plant Wilo, die Kapazität auf 110.000 zu erhöhen. Der deutsche Investor schafft 400 Arbeitsplätze und stellt das neue Testbecken Behörden und anderen Pumpenherstellern zur Verfügung. Es ist das größte Testbecken Russlands und moderner als vergleichbare Anlagen in Deutschland.

Zum Industriepark „Dega Cluster“ in Noginsk gehören neben WILO 35 Firmen, davon 21 mit ausländischer Beteiligung.

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