W.Putin trifft sich mit russischen Botschaftern und ständigen Vertretern

Der Terrorismus hat laut Russlands Präsident Wladimir Putin das Niveau der größten Gefahr für die globale Sicherheit erreicht

Hauptgrund für den zunehmenden Terrorismus und Extremismus, wie auch für die Entstehung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) sei „die verantwortungslose Politik des Einsatzes roher Gewalt. Die Intervention im Irak und die militärische Einmischung in Libyen durch die USA seien die besten Beispiele dafür“, sagte der russische Präsident Wladimir Putin am 30. Juni in einer Beratung mit russischen Botschaftern und ständigen Vertretern.

Zudem hob er hervor, dass die Terroristen immer mehr „die Resultate plumper Experimente eines Demokratie-Exports in die Regionen des Nahen Ostens und Nordafrikas“ zu nutzen wüssten.

„Nur Faule sprechen heute nicht davon“, so der russische Staatschef. „Es wäre lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre.“

Die Terroristen „haben ihre Hände bereits nach Chemiewaffen ausgestreckt. Ihre Handlungen erstrecken sich weit über die Grenzen einer Region hinaus, und es ist schwer vorauszusagen, wo neue große Schläge zu erwarten sind“, so Putin. Er fügte hinzu, dass in Syrien derzeit der Ausgang des Kampfes gegen den IS entschieden werde.

Der russische Staatschef hob hervor, dass Syrien in das Epizentrum dieses Kampfes geraten sei.

„Es wäre nicht übertrieben, zu sagen, dass vom Schicksal dieses Landes in vieler Hinsicht nicht nur die Zukunft der Nahostregion abhängt“.

Ihm zufolge streben die IS-Mitglieder eine Expansion auf die ganze islamische Welt an, um “sich in Libyen, im Jemen, in Afghanistan, in den Ländern Mittelasiens, an unseren Grenzen festzusetzen – wir wissen, das ist ihre Aufgabe“.

Außerdem bedankte sich der Präsident erneut bei den russischen Soldaten dafür, dass sie „ihr Bestes getan haben, um die Terroristen zurückzuschlagen, eine illegitime gewalttätige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens zu verhindern, die syrische Staatlichkeit zu bewahren.“

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Ukraine-Krise unverzüglich schlichten! – mit Normandie-Vier und USA

Russland forciert laut Präsident Wladimir Putin eine schnellstmögliche Regelung der Ukraine-Krise und sieht Beschuldigungen als unzulässig an, Moskau verzögere den Regulierungsprozess.

„Wir wollen ganz aufrichtig, dass die Ukraine-Krise möglichst schnell geregelt wird“, sagte Putin. Moskau sei bereit, dazu weiter sowohl mit den USA als auch mit der Normandie-Vier zusammenzuarbeiten.

In der Ukraine wolle Russland vor allem „einen guten Nachbar“ sehen, „einen berechenbaren, zivilisierten Partner, der vor allem auch mit sich selbst in Frieden lebt“.

„Dafür muss Kiew endlich begreifen, dass ein direkter Kontakt mit dem Donbass, mit Donezk und Lugansk, unumgänglich ist, ebenso die Implementierung aller Minsker Vereinbarungen (die Kiew auf sich genommen hat – Anm. der Red.), und zwar als Gesamteinheit“, so der russische Präsident.

In diesem Zusammenhang sei es unzulässig, die Regelung der Krise in die Länge zu ziehen und anderen der Verzögerung zu beschuldigen, vor allem Russland.

„Das wird zu einer Verschlechterung der ohnehin ungesunden Situation auf dem europäischen Kontinent führen“, warnte Putin.

Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem nationalistischen Umsturz im Februar 2014 in Kiew ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Auch nach Vereinbarung einer Waffenruhe gibt es weiter Schusswechsel zwischen den Konfliktparteien, nach jüngsten Angaben der Uno hat der Konflikt bisher mehr als 9.000 Menschenleben gefordert.

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Russland wird sich Nato-Kriegsrausch nicht unterwerfen

Das Vorgehen der Nato in Osteuropa zielt auf einen Bruch des Kräftegleichgewichts in der Region, aber Russland wird sich diesem Kriegsrausch nicht ergeben, sagte der russische Präsident.

„Die antirussische Ausrichtung der Nato wird heute ausdrücklich betont. Die Allianz sucht in dem Verhalten Russlands nicht nur eine Bestätigung für die Legitimität und Zweckmäßigkeit ihrer Existenz, sondern unternimmt in Bezug auf uns auch reale Schritte der Konfrontation“, so Putin.

Dabei betonte der Staatschef, dass sich die Zahl der „Militärübungen, unter anderem im Schwarzen Meer und in der Ostsee“ drastisch erhöht habe.„Man beschuldigt uns ständig, dass wir eine gewisse militärische Aktivität zeigen. Aber wo? Auf unserem Territorium. Und das, was sich an unseren Grenzen entwickelt, ist also normal. All das zielt darauf ab, das Kräftegleichgewicht zu zerstören, welches sich jahrzehntelang herausgebildet hat“, erläuterte Putin.

Russland werde sich, so der Präsident, diesem Kriegsrausch nicht ergeben.

„Ich betone, dass wir ständig all diese Prozesse im Blick behalten und wissen, wie man vernünftig darauf reagieren muss. Und das werden wir sicherlich auch in der Zukunft so beibehalten. Aber wir haben nicht vor, uns dem Kriegsrausch zu ergeben, obwohl man uns anscheinend dazu stoßen möchte“, so Putin.

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In Syrien wird jetzt über Ausgang des Kampfes gegen IS entschieden

Der Terrorismus hat das Niveau der Hauptbedrohung für die internationale Sicherheit erreicht, meint Wladimir Putin.

„Die Terrorbedrohung hat sich um ein Vielfaches verstärkt und hat das Niveau der größten Herausforderung an die internationale Sicherheit erreicht“, so Putin.

Der Präsident fügte hinzu, dass in Syrien jetzt der Ausgang des Kampfes gegen den „Islamischen Staat“ (IS) nahe. „Auf syrischem Boden wird jetzt über den Ausgang der Schlacht gegen den IS entschieden“, so Putin.

Der Präsident dankte dem russischen Militär, das „alles nur Mögliche getan hat, um die Terroristen niederzukämpfen, eine illegitime äußere Gewalteinmischung in die Angelegenheiten Syriens zu verhindern und die syrische Staatlichkeit selbst zu bewahren“.

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Russland bereit zum Aufbau gemeinsamen Wirtschaftsraumes mit EU

Moskau plädiert weiterhin für den Aufbau eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes mit der Europäischen Union.

„Russland verzichtet nicht auf die Idee der Schaffung eines gemeinsamen Wirtschafts- und humanitären Raumes vom Atlantik bis zum Pazifik, sondern erachtet diese Idee als die perspektivischste im Sinne der Gewährleistung einer langfristigen und stetigen Entwicklung des gesamten eurasischen Kontinents“, so Putin.
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Aktiver Russland-Lügenkampagnen abwehren

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die russischen Auslands-Diplomaten dazu aufgerufen, dem Informationsmonopol der westlichen Medien zu widerstehen und keine Lügen über ihr Land zuzulassen.

„Man muss dem Informationsmonopol der westlichen Medien aktiv entgegenwirken, auch indem russische Medien im Ausland mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt werden“, betonte Putin.

„Man darf keine Lügen über Russland, keine Fälschung der Geschichte zulassen“, so der Staatschef.

Die russischen Diplomaten verständen zwar gut, so Putin weiter, wie wichtig heutzutage der Kampf um den Einfluss auf die öffentliche Meinung und Stimmung sei. Die Informationsarbeit werde auch seit einigen Jahren immer weiter intensiviert. „Doch vor dem Hintergrund echter Informationsattacken, die einige unsere sogenannten Partner gegen unser Land entfesseln, muss man die Anstrengungen in dieser Richtung weiter verstärken“, so Putin.

Der Präsident betonte, dass „wir derzeit in einer Informationsepoche leben“. Der Aphorismus „Wer die Informationen beherrscht, beherrscht die Welt“ wiederspiegele also zweifelsohne Realien der heutigen Zeit.

Quelle: SputnikNews

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