Tag des deutschen Familienunternehmens in der Russischen Botschaft in Berlin

Ein traditionsreiches Forum „Tag des deutschen Familienunternehmens“ begann in diesem Jahr seine Tagung mit einer feierlichen Sitzung in der Russischen Botschaft in Berlin. Am Abend, den 9. Juni, kamen ca. 400 Vertreter der kleinen und mittleren Unternehmen Deutschlands für ein geschäftliches und freundliches Treffen zusammen. Die Stiftung Familienunternehmen lud auch Abgeordnete beider Länder als Ehrengäste der Veranstaltung ein.

Der Botschafter der Russischen Föderation, Wladimir M. Grinin begrüßte die Stiftungsmitglieder. Er betonte, dass trotz der negativen Dynamik der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen in den letzten Jahren, sieht Russland deutsche Unternehmer weiter als wichtige Partner an. In diesem Zusammenhang setzt die russische Regierung einen konsequenten Kurs auf die Verbesserung der Investitionsklima fort. So, kurz vor dem Abschluss steht die Unterzeichnung des Sonderinvestmentabkommens mit der Firma CLAAS, das de facto den ausländischen Produzent mit dem heimischen ausgleicht. Der Botschafter zollte hohe Anerkennung dem Fakt, dass deutsche Unternehmen streben, seine Präsenz auf dem russischen Markt zu behalten. Der politische Dialog auf der staatlichen Ebene ist auch aktiver geworden. Zusätzliche Möglichkeiten öffnen sich in Hinsicht auf Vertiefen der internationalen Prozesse in der Eurasischen Wirtschaftsunion.

Auf der Sitzung tritt auch der Präsident der Staatsgesellschaft für Entwicklung der kleinen und mittleren Unternehmen Alexander A. Braverman auf. Er berichtete detailliert den deutschen Kollegen über konkrete Mechanismen für Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen in Russland.

Seinerseits äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Familienunternehmen Brun-Hagen Hennerkes im Namen der Organisationsmitglieder gegen antirussische Sanktionen der EU und für den Wiederaufbau der vollwertigen bilateralen Zusammenarbeit.

Symbolisch war die kurze Präsentation des Buches „Eine große Zukunft: Deutsche in Russlands Wirtschaft“, das eine Übersicht der vieljährigen und tiefen deutsch-russischen Geschäftspartnerschaft gibt.

Der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Russischen Forums Mathias Platzeck erwähnte in seiner Begrüßung politische Aspekte der Beziehungen beider Länder und äußerte sein Erstaunen über Einfrieren durch den Westen solcher Dialogformate wie die G8 und der Russland-NATO-Rat dann, wann sie am meisten gebraucht werden können. Als gefährlicher Kurs bezeichnet der Leiter des Forums die Präsenzerweiterung von NATO in Osteuropa.

Am 10. und 11. Juni setzte das Forum seine Arbeit fort. Vor ihnen traten die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmaier auf.

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