Rede des Botschafters Wladimir Grinin auf der Eröffnung des 2. Space Film International Festivals

Sehr geehrter Herr Müller,

Sehr geehrter Herr Aha,

Meine Damen und Herren,

Liebe Gäste und Teilnehmer des Filmfestivals,

zuallererst möchte ich mich bei den Veranstaltern für die Einladung und die Möglichkeit bedanken, hier vor Ihnen heute zu sprechen.

Es ist mir eine große Freude, an der Eröffnung des Filmfestivals teilzunehmen, das der Erschließung des Weltraums durch die Menschheit gewidmet ist. Umso mehr ist es mir eine Freude, bewusst zu sein, dass dieses Festival ein internationales ist, genauso wie die Erforschung neuer Räume außerhalb der Erde, die nur durch gemeinsame internationale Anstrengungen realisierbar ist.

Dies setzt aber ein in der Tat epochenmachendes historisches Ereignis in seiner Bedeutung nicht herab, das ein neues Kapitel im Leben der Erdbevölkerung eröffnet hat. Ich meine den ersten Schritt ins Weltall, der vor nahezu 50 Jahren von meinem Land mit Hilfe eines künstlichen Erdsattelten, eines Sputniks vorgenommen worden ist. 4 Jahre später hat sich Yuri Gagarin als erster Besucher des Weltalls gemeldet. Seinen Namen kennt der ganze Planet.

In der vergangenen Periode gelang es der Menschheit in der Erschließung des Weltraums ein absolut spektakuläres Ergebnis zu erreichen. Raumschiffsflüge, auch in den fernen Kosmos, wurden zu einem gewöhnlichen Alltag. Dasselbe gilt für die Arbeit der Internationalen Raumstation. Dies bringt ein enormes Nutzen für die gesamte Weltbevölkerung. Und man kann schwerlich umhin, sich dafür zu begeistern.

Denn Erdsatelliten wurden doch tatsächlich Teil unseres Lebens. Diese gewährleisten eine sichere Datenfernübertragung, geben uns die Möglichkeit, Informationen frei und schnell auszutauschen, Navigationssysteme zu benutzen und präzisere Wettervorhersagen zu bekommen. Die wissenschaftliche Rolle der Satelliten ist kaum zu überschätzen, wenn man an die Fernerkundung unseres Planeten, Einschätzung der Naturressourcen oder Vorbeugung von Katastrophenfällen denkt.

Das alles ermöglichte die Verwirklichung eines Menschentraums – den erdnahen Raum sowie das Sonnensystem zu erschließen. In diesem Zusammenhang kann ich nicht umhin, mich an einen anderen Landsmann, Konstantin Eduardowitsch Ziolkowskij, zu erinnern. Er war ein herausragender russischer Wissenschaftler und Erfinder, der eine Reihe großer Entdeckungen in der Aerodynamik, Raketentechnik sowie Raumfahrttheorie gemacht hatte.

1927 sagte er, ich zitiere: „Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben“. Zitat Ende. Natürlich kann man in diesem Zusammenhang nicht vermeiden, auf eine besondere Rolle der Science-Fiction-Autoren, Regisseure hinzuweisen. Die haben in facto großartige Filme gemacht, die diesen erwähnten Traum gefördert, Menschen bewegt haben, Risiken bei der Erschließung des Weltalls einzugehen.

Ich bin überzeugt, dass die Kosmonauten von heute als sie noch kleine Kinder waren, sich solche Filme angesehen und davon geträumt hatten, dass einmal auch sie zu anderen Planeten und Sternen fliegen würden.

Ich glaube, ich irre mich wohl kaum, wenn ich sage, dass die Erdbevölkerung unter Berücksichtigung solch globaler Herausforderungen wie u.a. Naturkatastrophen oder Asteroideneinschläge im Grunde genommen keine Alternative, selbstverständlich neben anderen gemeinsamen Anstrengungen zur Sicherung ihrer Existenz hat, außer den Weltraum nachhaltig zu erforschen.

Ich wünsche allen Festivalsteilnehmern Erfolge und positive Erlebnisse bei der Vorführung vorgestellter Filme. Ich danke Ihnen!

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