Die Ansprache des Botschafters Wladimir Grinin auf dem Konzert des Sorbischen Künstlerbunds

Sehr geehrter Herr Roy,

Sehr geehrter Herr Lehmann-Wicas,

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr, Sie alle in den Räumlichkeiten der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin begrüßen zu können. Ich mache es sehr herzlich. Denn das heutige Konzert erfüllt mich mit einem besonderen Gefühl. Es ist die Fortsetzung einer langjährigen Zusammenarbeit – der Zusammenarbeit der Botschaft mit dem Sorbischen Künstlerbund. Im November 2013 hatte ich das Vergnügen, den Abend der sorbischen Kultur in diesem Raum zu eröffnen.

Damals hatten wir die einmalige Gelegenheit, uns mit seltenen Traditionen, Sitten und der Folklore der Sorben vertraut zu machen – einer slawischen Völkerschaft, die seit über 1000 Jahren auf dem Gebiet der Länder Brandenburg und Sachsen lebt und in Deutschland als nationale Minderheit anerkannt ist.

Heute werden wir die Musik des sorbischen Komponisten Heinz Roy, den ich in diesem Saal herzlich begrüße, genießen können. Ich bin zuversichtlich, dass es auch ein einzigartiges Erlebnis sein wird, denn heute wird seine fünfte Sinfonie, der er den Titel „Stalingrad“ gegeben hat, zum ersten Mal in der russischen Botschaft erklingen.

Der Name Stalingrad ist ein Begriff von immenser historischer Bedeutung. Die Schlacht um Stalingrad war nicht nur die größte der Menschheitsgeschichte, sondern auch ein wichtiger Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg, der letzten Endes, für ganz Europa und die ganze Welt den Weg zur Freiheit und Frieden eröffnet hat.

Es ist uns besonders wichtig, dass die heutige Aufführung anlässlich der kurz anstehenden Feierlichkeiten zum Anlass des Sieges über den Hitlerfaschismus am 9. Mai stattfindet. Am 22. Juni werden wir auch des 75. Jahrestages des Angriffs des Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion gedenken.

Angesichts dieser historischen Ereignisse betrachten wir das heutige Konzert als einen gewichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Gedenkens an die Opfer des furchtbaren Krieges, der allen Völkern Europas, sowie dem sorbischen Volk, viel Leid und Schmerzen gebracht hat.

Das ist auch ein gewichtiger Beitrag zur Aufrechterhaltung der Versöhnung zwischen den Völkern unserer Länder, die eine unschätzbare Errungenschaft der heutigen Geschichte darstellt, was niemand und niemals vergessen darf.

Ich bedanke mich noch recht herzlich beim Sorbischen Künstlerbund für die Initiative mit dem Konzert von Heinz Roy in der russischen Botschaft und wünsche uns allen einen Musikgenuss vom Feinsten.

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