Über die Gedenkveranstaltung in Frankfurt am Oder

Am 25. Juli fand eine Gedenkveranstaltung auf dem renovierten Friedhof mit den russischen Kriegsgefangenen des I. Weltkrieges anlässlich des 100. Jahrestages seiner Einweihung in Frankfurt am Oder, Bundesland Brandenburg, statt.

Die Veranstaltung wurde durch die deutschen öffentlichen Organisationen sowie Initiativgruppen unserer Landsleute durchgeführt. Daran nahmen die Stellvertreterin des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt am Oder, Frau Corinna Krieger, der Leiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit bei der Botschaft der Russischen Föderation, Herr Wladimir Kukin, Geschäftsführer vom Landesverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Herr Oliver Breithaupt, sowie Vertreter der Massenmedien und Öffentlichkeit. Im Rahmen der Zeremonie wurden ein symbolischer Friedhofsschlüssel dem Vertreter der städtischen Behörden übergeben, die aufgestellten Informationstafel und Namensplatten mit Angaben über die bestatteten Kriegsgefangenen eingeweiht, sowie ein ökumenischer Segen zur Ruhe der Gefallenen organisiert. Zum Abschluss fand eine gemeinsame Kranzniederlegung statt sowie wurden die Menschen, die sich für die Friedhofsrenovierung eingesetzt haben, mit den Dankurkunden der Botschaft der Russischen Föderation ausgezeichnet.

Das Kriegsgefangenenlager in Frankfurt am Oder funktionierte von 1914 bis 1921. Aus 23 000 Kriegsgefangenen waren mehr als 17 000 Soldaten der Russischen Armee. Nach dem II. Weltkrieg wurde der Friedhof verwahrlost. Nur im Dezember 2014 trafen die städtischen Behörden dank der Bemühungen der engagierten Bürger mit Unterstützung der Russischen Botschaft die Entscheidung, diesen Friedhof im Register der Kriegsgräber und in der Bilanz der Stadt einzutragen.

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