Über die Ausgrabung auf dem ehemaligen sowjetischen Friedhof in Alt Tucheband

Vom 25. bis 27. Juli fand in Alt Tucheband (Brandenburg) eine internationale Aktion zur Suche und Exhumierung der sterblichen Überreste sowjetischer Soldaten statt, die in Kämpfen im April 1945 in diesem Raum ums Leben kamen. Daran nahmen Suchgruppen aus Russland, Deutschland, Belarus, Ukraine, Holland, Schweiz und anderer europäischen Länder teil. Die Aktion wurde durch den Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa e.V., Geschäftsstelle Hamburg organisiert.

Die Angaben über die Bestattung von 56 sowjetischen Kriegsgefangenen bekam man aus den Archivunterlagen, deren elektronischen Kopien zusammen mit der Lageskizze der Massengräber der Rotarmisten in Alt Tucheband auf der Website „OBD Memorial“ gestellt sind. Die Ortsbewohner – Zeitzeugen jener traurigen Geschehnissen – bestätigten den Fakt der Bestattung von sowjetischen Soldaten auf dem markierten Platz den Vertretern der Suchgruppen und teilten auch mit, dass in der Nachkriegszeit die Überresten nur zum Teil auf dem nächsten sowjetischen Ehrenfriedhof in Manschnow umgebetet wurden.

Die am 3. Mai d.J. durchgeführte Voruntersuchung des Ortes der Suchaktion bestätigte das. Unter Berücksichtigung der Veranstaltungen anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des II. Weltkrieges wurde es durch die Führung der Suchorganisation beschlossen, im gegebenen Zeitraum eine sorgfältige Untersuchung der primären Grabstätte in Alt Tucheband vorzunehmen, die sterblichen Reste der Rotarmisten zu exhumieren und diese auf einem sowjetischen Ehrenfriedhof umzubetten.

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