Grußwort des Botschafters Wladimir Grinin vor dem Empfang nach dem Konzert des Jugendorchesters der russichen Volksinstrumente „Silver Strings“

Exzellenzen,

sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete,

sehr geehrter Herr Selle,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

liebe Freunde!

Es ist mir eine große Freude, alle, die so zahlreich heute bei uns in der Botschaft erschienen sind, begrüßen zu können. Ich bedauere sehr, dass ich an dem Konzert dieses virtuosen Ensembles nur begrenzt teilnehmen konnte. Tut mir leid, so ist mein Leben und mein Beruf, dass ich nicht immer rechtzeitig bei wichtigen Ereignissen erscheinen kann. Und dass dieses Konzert bezaubernd und herrlich war, dass dieses Konzert für uns alle wichtig war, da habe ich keinen Zweifel.

Ich glaube, viele werden meine Meinung teilen, dass die jungen Musiker und Solisten des Orchesters „Silver Strings“ eine bezaubernde Kunst beherrschen, alle mit meisterhafter Darbietung und unglaublichem Engagement zu bescheren. Das Orchester und sein bewundernswerter Leiter Maestro Afanasjew zeigen immer, wie man die Klassik und das Moderne durch eine ungewöhnliche Mischung der klassischen und traditionell russischen Musikinstrumente mit Folklore erfolgreich verbinden kann.

Die Musiker aus Sankt Petersburg traten heute in der russischen diplomatischen Vertretung in Deutschland als Kulturbotschafter ihres Landes auf. Und das ist das, was ich für richtig halte. Dadurch leisteten sie ihren Beitrag zur Völkerverständigung. Die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, insbesondere in Zeiten, wo internationale und zwischenstaatliche Beziehungen erhöhten Turbulenzen ausgesetzt sind oder gar einer Kraftprobe unterzogen werden. Auch in der politisch schwierigen Zeit müssen die kulturellen Brücken zwischen den Völkern ihre verbindende Funktion behalten und dürfen unter keinen Umständen gekappt werden.

Daher bedanke ich mich bei den Damen und Herren Abgeordneten des Deutschen Bundestages, insbesondere bei Mitgliedern der Parlamentariergruppe Deutschland-Russland, bei Herrn Johannes Selle persönlich, für die Initiative, mit diesem Konzert sowie mit der Unterstützung des Orchesters bei seinem Aufenthalt in Deutschland Kulturbrücken zwischen unseren beiden Ländern zu verfestigen.

Ich darf mit Genugtuung feststellen, dass ausgerechnet beim angesprochenen politischen Unwetter, das seinen Schatten auf das Verhältnis zwischen unseren Ländern zu werfen scheint, die russisch-deutschen parlamentarischen Beziehungen nicht nur aufrechterhalten, sondern auch intensiv weiterentwickelt werden. Dies sei unter anderem dem aktiven Einsatz der Parlamentariergruppe unter Führung von Herrn Bernhard Kaster zu verdanken, die mit großer Bereitschaft, Offenheit und viel Elan die Kontakte und den Dialog zu den russischen Kollegen pflegt und gestaltet.

Soweit es mir bekannt ist, befindet sich an diesen Tagen, vom 4. bis zum 9. Juli, die Gruppe auf ihrer nächsten Reise nach Russland. Sie besucht Novosibirsk und Moskau, wo Gespräche mit Vertretern örtlicher und föderaler Behörden auf hoher Ebene stattfinden sollen. Es sind auch Kontakte in der Staatsduma eingeplant. Wir begrüßen diese Aktivitäten sehr, weil wir der Überzeugung sind, dass nur im Gespräch und nur im Dialog gegenseitige Vorurteile und Meinungsverschiedenheiten abgebaut und beseitigt werden können.

Aber die Tatsache, dass sich die Parlamentarier etwas Außerordentliches einfallen lassen, um die Verständigung zwischen Russen und Deutschen zu unterhalten, die verdient, wie dieses Konzert, besondere Hochachtung und besonderen Respekt. Vielen herzlichen Dank, Herr Selle, Ihnen persönlich und Ihren Gleichdenkenden und Gleichhandelnden!

Zum Schluss möchte ich auch allen danken, die das Zustandekommen des heutigen Konzerts ermöglicht haben. Unser Dank gilt selbstverständlich auch den Sponsoren – den Firmen DGW und Gauff GmbH Engeneering, aber auch den französischen Botschaften in Berlin und Moskau, die bei der Regelung der Visa-Fragen des Orchestermitglieder eine tatkräftige Unterstützung geleistet haben.

 Ich wünsche allen unseren Gästen ein gutes Beisammensein an diesem Sommerabend in der Russischen Botschaft.

Danke für die Aufmerksamkeit.

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