Stellungnahme der Pressestelle des russischen Außenministeriums zu den in den USA verbreiteten Lügen bezüglich der Ursachen des Absturzes der malaysischen Boeing

Das Außenministerium Russlands findet die gestrige Erklärung der stellvertretenden offiziellen Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, frappierend, die wieder unbegründet behauptete, dass das Flugzeug der Malaysia Airlines im Juni des vorigen Jahres von dem Territorium abgeschossen worden wäre, das vom südostukrainischen Volksheer kontrolliert wird. Auf dieser sturen Position steht die US-Administration seit den ersten Tagen nach dieser Katastrophe, ohne auf immer neue Beweise für das Gegenteil zu achten.

Diese Behauptungen sind besonders unbegründet angesichts der jüngsten überzeugenden Pressekonferenz von Vertretern des Konzerns Almas-Antei am 2. Juni. Frappierend ist auch, dass das US-Außenministerium so entschlossen behauptet, dass die ukrainischen Streitkräfte an dieser Katastrophe nicht beteiligt gewesen seien, als wäre jeder ukrainische Raketenkomplex Buk schon damals von einem US-amerikanischen Instrukteur beobachtet worden.

Russland rief von Anfang an zu einer allumfassenden und fairen Ermittlung der Umstände der Boeing-Tragödie auf. Falls die USA über Angaben der objektiven Kontrolle von Satelliten oder Präventionssystemen AWACS verfügen, dann sollten diese Angaben veröffentlicht werden. Das gilt auch für Aufnahmen von Gesprächen zwischen ukrainischen Fluglotsen und Militärs. Unsere Aufrufe zur Veröffentlichung dieser Gespräche werden stets ignoriert. Auch viele andere Fragen bleiben ohne Antwort. Das beweist abermals, dass Kiew etwas zu verheimlichen hat.

Bedauernswert ist auch, dass das US-Außenministerium die Einwohner der Donbass-Region immer wieder erniedrigend „Separatisten“ nennt, die wegen der repressiven Politik der Kiewer Behörden um ihre zivilen, politischen und wirtschaftlichen Rechte sowie um ihre Leben selbst kämpfen müssen. Die amerikanische Seite scheint die Geschichte ihres eigenen Freiheitskampfes vergessen zu haben, denn sie will die legitimen Rechte anderer Völker nicht anerkennen.

3. Juni 2015

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