Erklärung des Vereins Berliner Freunde der Völker Russlands zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Am 9. April 2015 traf sich der Botschafter Wladimir Grinin mit den Vertretern des Vereins „Berliner Freunde der Völker Russlands e.V.“, während des Treffens haben die Freunde die Erklärung der Mitgliedversemmlung des Vereins zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus den Botschafter überreicht. Hier ist die Erklärung im Wortlaut:

„Die „Berliner Freunde“ würdigen den 8. Mai zusammen mit dem 9. Mai als „Tag der Befreiung vom Faschismus“ und als „Tag des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg“. 

Es waren die Millionen Menschen und die über 200 großen und kleinen Völker der Sowjetunion, die sich und ihr Land vor Unterwerfung, Versklavung und Vernichtung bewahrten und retteten. Sie erbrachten immense Leistungen und Opfer zur Niederringung Hitlerdeutschlands und seiner Verbündeten, zur Rettung der Weltzivilisation vor dem Faschismus und seiner Barbarei. 27 Millionen Sowjetbürger mussten dafür ihr Leben lassen.

Die Rote Armee erkämpfte und erzwang im Bündnis mit ihren Alliierten und starken Volksbewegungen die Niederlage und bedingungslose Kapitulation Hitlerdeutschlands und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und später in Asien. 

Das bedeutete Befreiung aus faschistischer, mörderischer Unterdrückung und öffnete den Weg zum Neubeginn, der in Ost und West sehr unterschiedlich beschritten wurde. 

Während im Osten, in der DDR, der 8. Mai als „Tag der Befreiung vom Faschismus“ im Gedenken an die „Befreier“ dankbar und festlich  begangen wurde, verdeutlichte in der Bundesrepublik Deutschland deren Präsident Richard von Weizsäcker erst 40 Jahre nach Kriegsende 1985 seinen Landsleuten: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“

Wir setzen uns dafür ein, dass der 8. Mai zum nationalen Gedenktag der Befreiung vom Faschismus, von nationalsozialistischer Gewaltherrschaft erhoben wird.

Der 70. Jahrestag des Sieges und der Befreiung ist für die „Berliner Freunde der Völker Russlands“ Anlass zur Erinnerung und Besinnung auf die Lehren des Krieges. 

Sie mahnen uns deutlich und dringlich, für Frieden und Menschlichkeit einzustehen in einer Welt, in der Kriege geführt werden und weitere drohen, Terrorismus die Menschen in Schrecken versetzt, und menschliche Not, menschliches Elend weltweit verbreitet ist.

Wir verurteilen alle faschistischen Gräueltaten der Vergangenheit und wenden uns entschieden gegen Neofaschismus, Terrorismus und Rassismus jeder Art in der Gegenwart. 

Für die „Berliner Freunde der Völker Russlands“ sind der 8. und 9. Mai jedes Jahres eine Mahnung, es nie wieder zu einer deutsch-russischen Konfrontation und kriegerischen Auseinandersetzung kommen zu lassen. 

Wir sehen mit großer Besorgnis, dass im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt antirussische Ressentiments in der deutschen Gesellschaft wiederaufleben und geschürt werden. Das darf nicht sein gegenüber einem Volk, das auch den Deutschen die Befreiung vom Faschismus brachte und ein friedliches Leben ermöglichte. 

Wir wenden uns entschieden gegen die staatlichen Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden. Sie verschärfen Spannungen, schaden der russischen und deutschen Wirtschaft, den Völkern Russlands und dem deutschen Volk.

Wir sind und bleiben Russland und seinen Menschen in Verständnis und Freundschaft verbunden.  

Wir treten ein für ein friedliches, kooperatives, gutnachbarschaftliches Verhältnis zwischen Deutschland und Russland, das seine Basis in stabilen demokratischen Verhältnissen in beiden Ländern hat. 

Die „Berliner Freunde der Völker Russlands“ werden zu einer würdigen Gestaltung des Jubiläums beitragen“.

Mehr Informationen zum Verein finden Sie auf der Webseite des Vereins: http://www.berliner-freunde-russlands.de/

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