Über die Einweihung der Memorialanlage auf der Grabstätte der sowjetischen Soldaten in Reitwein

Am 16. Mai d.J. fand auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Reitwein (Brandenburg) die feierliche Einweihung der Memorialanlage auf der Grabstätte der sowjetischen Soldaten statt, die im Frühjahr 1945 während der Berliner Schlacht ums Leben kamen. Die Einweihung wurde von der Verwaltung des Landkreises Märkisch-Oderland mit Unterstützung der Botschaft der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland veranstaltet.

Im April 2013 wurde im Rahmen der internationalen Bergungsaktion im Raum Klessin eine große sowjetische Kriegsgräberstätte aus dem 2. Weltkrieg ermittelt, die 1946 zum Teil vom Hochwasser zerstört war. Bei der Sondierung der Gräberstätte wurden die sterbliche Überreste der Soldaten von den engagierten Bergungstruppen aus Russland, Deutschland, Polen, sowie aus der Ukraine und der Schweiz exhumiert und an Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge übergeben. Am 27. September 2013 wurden die sterblichen Überreste der Rotarmisten feierlich auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Reitwein zugebettet.

Danach suchten Historiker und Forscher in Archivbehörden nach Angaben der Gefallenen. Daran beteiligten sich die Schüller der Moskauer Schule Nr. 250 sowie die ehrenamtlichen Helfer aus Russland und Deutschland. Im Ergebnis wurden 119 Namen der Rotarmisten ermittelt, die bis heute unbekannt waren. Bei der im Herbst 2013 angefangenen Errichtung der Memorialange wurden die Namen der Gefallenen auf 5 Namenstafeln verewigt. Das Architekturbüro Andreas Kittner aus Frankfurt (Oder) übernahm die Gesamtbauleitung. Die Finanzmittel stellte die Botschaft Russlands in Deutschland zur Verfügung.

In seiner Gedenkrede bei der Einweihung dankte der Gesandte der Botschaft Russlands Oleg J. Krasnizkij die lokalen Behörden für die Hilfe bei der Organisation und Erfüllung der Bauarbeiten. Er betonte, dass solche gemeinsame Aktionen die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland im Bereich der Gedenkarbeit symbolisieren und den unumkehrbaren Kurs auf die historische Versöhnung zwischen unseren Völkern bestätigen.

Während der Einweihung legten die Diplomaten zusammen mit den Vertretern der lokalen Behörden und der Gesellschaft die Kränze und Blumen an die Memorialanlage nieder. Die Vertreter der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats verrichteten die Andacht zum Gedenken an die gefallenen Soldaten.
16.05.2014

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