Über die feierliche Eröffnung der Dauerausstellung „Ehemaliger SS-Schießplatz Hebertshausen“

Am 2. Mai fand in Dachau eine feierliche Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Ehemaliger SS-Schießplatz Hebertshausen“ statt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Schicksale sowjetischer Offizieren und Soldaten, die im KZ-Lager Dachau inhaftiert und während des Zweiten Weltkrieges durch SS erschossen wurden. Insgesamt wurden auf dem Schießplatz mehr als 4000 Rotarmisten, größtenteils aus Russland, Weißrussland und Ukraine ermordert.

Die Eröffnung rief ein großes öffentliches Interesse hervor. Über 300 Menschen, darunter die Botschafter der Russischen Föderation und der Republik Belarus, Vertreter des ukrainischen Generalkonsulats in München, der bayerische Landesminister für Kultur Dr. Ludwig Spaenle und die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag Gerda Hasselfeldt, Mitarbeiter der Militärattachestäbe, Vertreter zahlreicher gesellschaftlichen Organisationen sowie Journalisten nahmen an der Zeremonie teil. Dank der Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge bekamen Kinder, Enkel und Großenkel der erschossenen Rotarmisten zum ersten Mal die Möglichkeit, das Gedenken von Opfern des schrecklichen Nazi-Vernichtungskrieges direkt am Ort ihres Todes zu ehren.

In seiner Ansprache bedankte sich Der Botschafter der Russischen Föderation Wladimir Grinin bei den lokalen Behörden, die das Lebendighalten der Erinnerung an die historische Wahrheit des Zweiten Weltkriegs zu einem der Schwerpunkte ihrer Arbeit machten. Der Botschafter übergab auch der deutschen Seite eine CD aus dem Zentralarchiv des Russischen Verteidigungsministeriums, worauf Daten von über 240 im KZ Dachau ermordeten Rotarmisten gespeichert sind.

07.05.2014

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