Erklärung des Außenministeriums Russlands

Die Zentrale Nachrichtenagentur Koreas (Korean Central News Agency, KCNA) verkündete über die Durchführung eines unterirdischen Atomtests in Nordkorea, was auch durch die Angaben von kompetenten russischen Diensten bestätigt wurde.

Solche Aktivitäten Nordkoreas können nicht anders bewertet werden, als ein Verstoß gegen die Resolution 1718 des UNO-Sicherheitsrates, die von Pjöngjang unter anderem fordert, keine Atomtests durchzuführen. Wir möchten daran erinnern, dass diese Resolution aufgrund von Art. 41 Kapitel VII der UNO-Charta angenommen wurde und für alle Mitgliedsstaaten der Organisation ausnahmslos obligatorisch ist.

Die Durchführung des nordkoreanischen Atomtests ist ein ernsthafter Schlag gegen internationale Bemühungen zur Festigung des Nichtverbreitungsvertrags und ein Verstoß gegen die internationale Norm über den Verbot solcher Tests, die durch den Vertrag über den umfassenden Verbot von Atomtests festgelegt wurde.

Die letzten Schritte Nordkoreas provozieren Spannungen in Nordostasien und gefährden die Sicherheit und Stabilität in der Region. Wir akzeptieren zwar die legitimen Besorgnisse Nordkoreas, sehen aber keine Alternative für die Gewährleistung seiner Sicherheit, als mit politischen und diplomatischen Schritten durch die Bildung von entsprechenden regionalen Instituten unter Beteiligung aller interessierten Seiten.

Wir rufen unsere Partner aus Nordkorea auf, ein verantwortungsvolles Herangehen zu zeigen, das auf die Aufrechterhaltung der Stabilität in der Region, der Stabilität des Nichtverbreitungsregimes, sowie die Achtung und Einhaltung der Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrat gerichtet ist. Wir gehen immer noch davon aus, dass das Nuklearproblem der Koreanischen Halbinsel nur im Rahmen eines sechsseitigen Verhandlungsprozesses gelöst werden kann.
26.05.2009

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